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Brennstoffzellen-Heizgeräte im Feldtest

14.06.2012
Eine große technologische Hoffnung wird marktreif

Mit Brennstoffzellen lassen sich Strom und Wärme in einem einzigen Prozess gewinnen. Anstelle der bisherigen Hausheizungen können Brennstoffzellen-Heizgeräte sowohl Alt- wie Neubauten mit Wärme versorgen und zusätzlich Strom erzeugen.

Das neue BINE-Projektinfo „Neue Wege in der Hausenergieversorgung“ (05/2012) stellt erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts vor, in dem erdgasbetriebene Brennstoffzellen-Heizgeräte bei Privatkunden unter Praxisbedingungen erprobt werden. Ziel ist die weitere technologische und ökonomische Optimierung der Systeme.

Für eine erfolgreiche Markteinführung müssen sich die Brennstoffzellen (BZ)-Heizgeräte bei der Lebensdauer, dem Wirkungsgrad und den Kosten noch weiter verbessern. Allerdings können sich die in den letzten Jahren erreichten Fortschritte bereits sehen lassen: Die Standfestigkeit der Systeme hat sich mit mittlerweile 20.000 Stunden verdoppelt und steigt weiter. Dank erster Kleinserien für den Feldversuch konnten Materialien und Produktionsbedingungen inklusive der Lieferantenketten optimiert werden. Außerdem verringerten sich dabei die Investitions- und Betriebskosten. Im Feldtest laufen 230 Anlagen mit zusammen rund 1.000 000 Betriebsstunden. Im Schnitt haben die Geräte 4.000 – 6.000 Betriebsstunden hinter sich; einzelne Geräte haben aber bereits 15.000 Stunden erreicht (Stand: Mai 2012).

Der Feldtest wird Aufschluss über die Technologiereife erbringen. Außerdem sollen Normen, Standards und Schulungsmaterialien für Fachhandwerker erarbeitet werden. Zwei verschiedene Brennstoffzellensysteme werden dabei eingesetzt. Die Polymerelektrolyt (PEM-BZ) arbeitet im Temperaturbereich von 80 °C und die Festoxid-BZ (SOFC) mit 600 °C. Das BINE-Projektinfo „Neue Wege in der Hausenergieversorgung“ (05/2012) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0.
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Rüdiger Mack | idw
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