Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Breite Forschungspalette für die Offshore-Windenergie

16.09.2009
Neues Fraunhofer IWES präsentiert Forschungs-Highlights auf der europäischen Offshore-Windenergie-Konferenz in Stockholm:
- Forschungsinitiative RAVE zum deutschen Offshore-Windenergie-Testfeld "alpha ventus"
- Kompetenzzentrum Rotorblatt
- Technische Zuverlässigkeit
- Windleistungs-Management-System WPMS
"Für die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie haben wir viel zu bieten", zeigen sich Dr. Hans Gerd Busmann und Prof. Dr. Jürgen Schmid selbstbewusst. Sie leiten das neue Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES mit Standorten in Bremerhaven und Kassel.

Auf der derzeit laufenden führenden europäischen Offshore Windenergie Messe, EOW in Stockholm, präsentieren die Wissenschaftler ausgewählte Highlights und Forschungsdienstleistungen.

Highlights zur European Offshore Wind Energy Conference

Forschungsinitiative RAVE zum deutschen Offshore-Windenergie-Testfeld "alpha ventus"

Als Initialzündung für die Nutzung der Windenergie in der deutschen Nord- und Ostsee entsteht mit "alpha ventus" der erste deutsche Offshore-Windpark als Test- und Demonstrationsprojekt. Ziele der zugehörigen BMU-Forschungsinitiative RAVE sind die Senkung der Kosten, Ertragssteigerungen und Erhöhung der Verfügbarkeit von Windenergieanlagen, Technologien zum Ausbau der Offshore-Windenergie, ökologische Begleitforschung sowie technologische Optimierung der Anlagen im Hinblick auf ökologische Auswirkungen. RAVE wird vom Bundesumweltministerium (BMU) gefördert und vom Fraunhofer IWES koordiniert. Es umfasst wissenschaftliche Aktivitäten der Anlagenhersteller und einer Vielzahl von Forschungsinstituten. Insgesamt fördert das BMU die Erforschung und Weiterentwicklung der Windenergienutzung auf See mit 50 Mio. Euro.

Kompetenzzentrum Rotorblatt
Mit einem ersten Prüfstand für 70 m lange Rotorblätter und zukünftig einem zweiten für bis zu 90 m Länge, kann das Fraunhofer IWES neue Rotorblätter und deren Komponenten der aktuellen und nächsten Anlagengeneration statisch und dynamisch untersuchen und so zur Optimierung beitragen. In enger Verknüpfung von experimentellen und numerischen Verfahren werden neue Prüfverfahren entwickelt, neue Konstruktionen getestet und Lebensdauernachweise geführt.
Technische Zuverlässigkeit
Investitionen in Millionenhöhe erfordern eine möglichst genaue Bestimmung der besten Werkstoffe, Bauweisen und Komponenten und ihre ideale Verschmelzung zu einem funktionierenden, belastbaren Gesamtsystem. Die Besonderheit der Konstruktion von Windkraftanlagen auf hoher See bedingt, die technische Zuverlässigkeit dieser Kraftwerke vermehrt mit computergestützten Berechnungen sowie Bauteil- und Komponententests nachzuweisen. Dazu bietet das Fraunhofer IWES die Entwicklung, Anpassung und den Einsatz von Methoden und Werkzeugen zur rechnerischen Simulation an.
Windleistungs-Management-System WPMS
Ein wichtiger Bestandteil von modernen Prognose- oder Energiemanagement-Systemen ist die übersichtliche Darstellung der relevanten Informationen und die Kompatibilität zur Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) der Anwender. Das Fraunhofer IWES hat Rechenmodelle zur Ermittlung der aktuellen und zu erwartenden Windenergieeinspeisung (Online- und Prognosemodelle) entwickelt, die nun zu einem Gesamtsystem, dem Windleistungs- Management- System (Wind Power Management System WPMS) zusam-mengefasst wurden.

Mit breiter Forschungspalette auf Wachstumskurs

Die Forschungsgebiete des am 1. Januar 2009 gegründeten und aus dem ehemaligen Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik CWMT in Bremerhaven und dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik ISET in Kassel hervorgegangenen Fraunhofer IWES umfassen das gesamte Spektrum der Windenergie von der Materialentwicklung bis hin zur Netzoptimierung sowie die Energiesystemtechnik für die Nutzung aller Formen der erneuerbaren Energien:

o Technik und Betriebsführung von Windenergieanlagen und -parks
o Komponentenentwicklung Rotor, Antriebsstrang und Gründung
o Fluidelastizität und -dynamik
o Umweltanalytik Wind, See und Boden für die Wind- und Meeresenergienutzung
o Regelung und Systemintegration dezentraler Energiewandler und Speicher
o Energiemanagement und Netzbetrieb
o Energieversorgungsstrukturen und Systemanalyse

Uwe Krengel | idw
Weitere Informationen:
http://www.iwes.fraunhofer.de
http://www.iset.uni-kassel.de/pls/w3isetdad/www_iset_new.main_page?p_name=7012000&p_lang=ger

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie