Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF-Projekt zur Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien startet an der Universität Münster

04.05.2012
MEET-Batterieforschungszentrum der Universität Münster startet Projekt zur Entwicklung neuartiger Hochenergiekathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien / Neue Nachwuchsforschergruppe erhält 2,5 Millionen Euro vom BMBF

Das MEET-Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat seit diesem Monat eine weitere Nachwuchsforschergruppe: Mit 2,5 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Vorhaben - genannt "KaLiPat" - zur Entwicklung neuartiger Hochenergiekathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien.

"Die momentan verwendeten Kathodenmaterialien stellen den Flaschenhals in Hinblick auf Kosten und Kapazität der Lithium-Ionen-Technologie dar. Dieser Herausforderung stellen wir uns, indem wir an einer neuen, preisgünstigeren und langlebigeren Generation von Kathoden arbeiten", sagt Dr. Jie Li, Leiterin der MEET-Nachwuchsforschergruppe.

Das derzeit den Markt dominierende Kathodenmaterial basiert auf Schichtoxiden mit Kobalt. Dieses Material ist für den Einsatz in Großbatterien allerdings ungeeignet, da es nicht nur sehr teuer ist, sondern auch elektrochemische Nachteile im Langzeitbetrieb aufweist. Daher werden innovative Kathodenmaterialien für die Nutzung in Großzellen – etwa in Hybridfahrzeugen oder stationären Energiespeicheranlagen – dringend benötigt. Im Fokus des Projekts stehen neue Zusammensetzungen der Materialchemie und deren Aufskalierbarkeit, also deren Herstellung im größeren Maßstab.

Angelegt ist das Vorhaben auf fünf Jahre. Leiterin Jie Li wird die Arbeit noch im Mai aufnehmen. Die 32-jährige Chemikerin ist seit September 2009 am MEET-Forschungszentrum tätig. Während ihrer Promotion an der Xiamen-Universität in China arbeitete sie ein Jahr als Austauschstudentin am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA). Nach Abschluss ihrer Doktorarbeit kam sie nach Münster. Die Akquirierung weiterer wissenschaftlicher Mitarbeiter für das Projekt läuft ebenfalls in diesen Wochen an.

Mit KaLiPat hat sich bereits eine dritte Nachwuchsforschergruppe am MEET etabliert. Seit 2009 leitet Dr. Andrea Balducci eine Nachwuchsforschergruppe zum Thema Superkondensatoren, Dr. Alexandra Lex-Balducci eine im Bereich neue Lithium-Gel-Polymer-Elektrolyte.

Hintergrundinformationen:

KaLiPat leitet sich von "Entwicklung neuer Kathoden-Materialien für Lithium-Ionen-Batterien mit definierten Partikeln durch skalierbare Synthese-Routen" ab. In dem Projekt sollen mittels neuer Synthesemethoden funktionelle Verbindungen mit definierter Partikelform und -größe hergestellt werden, um die elektrochemische Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Kontakt am Batterieforschungszentrum MEET: Stephanie Kaßing (E-Mail: stephanie.kassing@uni-muenster.de; Telefon: 0251 83-36720)

Dr. Christina Heimken | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de/MEET/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI mit neuesten VR-Technologien auf der NAB in Las Vegas

24.04.2017 | Messenachrichten

Leichtbau serientauglich machen

24.04.2017 | Maschinenbau

Daten vom Kühlgerät in die Cloud

24.04.2017 | HANNOVER MESSE