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Bewegungsmelder verschwinden in der Wand

16.10.2013
Eine neue Spiegeltechnik von Siemens macht Bewegungsmelder absolut flach und unauffällig in der Wand versenkbar.

Bisher mussten die Melder auf der Wand montiert und nach vorne gewölbt sein, um die Wärmestrahlung von Personen zu registrieren, die unter dem Gerät hindurchkriechen.



Die neue Magic-Mirror-Technik hat einen zweigeteilten Spiegel, dessen oberer Teil nach unten ausgerichtet ist. Dadurch lassen sich auch ohne Überstand Signale zuverlässig registrieren, die steil von unten und zudem flach aus größerer Entfernung kommen. Die Magic-Mirror-Bewegungsmelder sind etwas mehr als drei Zentimeter dick und lassen sich ohne Abstriche bei der Sicherheit in die Wand integrieren. Die Geräte wurden mit dem Red-Dot Design Award ausgezeichnet.

Das Herzstück von Bewegungsmeldern sind Passiv-Infrarot-Sensoren. Diese elektronischen Bauteile erkennen die von Menschen und Tieren ausgehende Wärmestrahlung. Eine Optik - entweder eine halbschalenförmige Kunststofflinse oder ein speziell geformter Spiegel - lenkt für einzelne Raumsegmente separat die von einem Objekt ausgehende Wärmestrahlung auf den Sensor.

Dieser registriert anhand der Stärke und der Veränderung des Signals sich bewegende Personen. Der Spiegel muss fast frontal eintreffende Strahlung von weit entfernten Personen ebenso auffangen wie steil von unten ankommende Strahlung kriechender Menschen. Will man dies mit einer einzigen Optik realisieren, muss man die Gehäuse nach unten hin verjüngen.

Ein Doppelspiegel ermöglicht ein vollkommen flaches Melderdesign. Der Hauptspiegel ist auf von vorne eintreffende Strahlen ausgerichtet. Über ihm wölbt sich der Sekundärspiegel, der Strahlen von steil unten empfängt und an den Sensor leitet. Die vom Hauptspiegel empfangenen Signale werden über den Sekundärspiegel zum Sensor umgelenkt.

Die Konstruktion bietet eine gute Lösung für eine weitere Herausforderung: Signale von weit entfernten Personen sind deutlich schwächer als die von Personen in unmittelbarer Nähe. Trotzdem soll der Sensor anhand der Signalhöhe über die gesamte Reichweite von bis zu 18 Metern Menschen zuverlässig erkennen, nicht aber bei Haustieren Alarm schlagen.

Der Magic Mirror ist so gestaltet, dass die Segmente, die auf weitere Entfernungen gerichtet sind, ein größeres Areal abdecken als die für den Nahbereich. Die Signalhöhen für unterschiedlich weit entfernte Personen gleichen sich einander an und der Detektor ist so sehr robust gegen Fehlalarme. (2013.10.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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