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Einsatz von Pufferspeichern in Biogasanlagen zur effizienteren Anpassung der Mikroorganismuskulturen

11.09.2007
In der Zukunft der weltweiten Energieverknappung nimmt alternativ-regenerative Energieerzeugung und –nutzung einen an Bedeutung gewinnenden Platz ein.

Der Beschluss des EU-Rats zum Klimaschutz vom März 2007 unterstreicht das ansteigende Potenzial von Biogasanlagen. Während des Betriebes von Biogasanlagen gehört zum Abbau eines bestimmten Ausgangsstoffes immer eine auf den Ausgangsstoff optimierte Mikroorganismuskultur.

In den gegenwärtig genutzten Anlagen kommt es entweder zu Stillstandszeiten, um die Dauer der Wiederanlaufzeit durch die Anpassung der Mikroorganismuskulturen zu umgehen. Oder es kommt zu langen Anpassungsphasen in Biogasanlagen mit regelmäßigem oder periodischem Substratwechsel. Beispielsweise bei landwirtschaftlichen Biogasanlagen, wo durch periodische Bestickung der Anlage mit jeweils saisonal verfügbaren oder zwischengespeicherten Ausgangsstoffen Stillstandsphasen vermieden werden.

Nach einer gewissen Einlaufphase stellt sich in dem Reaktor die optimale Mikroorganismuskultur ein. Aber bei jedem Substratwechsel müssen sich diese mühsam an das neue Substrat anpassen, was bis zu mehrere Wochen dauern kann. Während dieser Anpassungsphase in der Biogasanlage ist die Methanausbeute erheblich verringert.

Eine Lösung für das genannte Problem bietet die Erfindung eines Wissenschaftlers der Hochschule Neubrandenburg. Diesem ist es gelungen eine Anlage und ein Verfahren zu entwickelt, in dem durch eine Parallelschaltung von Speichervorrichtungen, die Mikroorganismen in Schlammpufferspeichern zwischengelagert werden und so die Anpassungsphasen verkürzt und die Methanausbeute und die Effizienz der Biogas-Anlage erhöht wird.

Die Vorteile des Pufferspeichers liegen in der Zwischenspeicherung der alten Mikroorganismuskulturen in der Biogasanlage. Bei einer Umstellung auf die zwischengelagerten Mikroorganismuskulturen kann der Schlamm aus dem Pufferspeicher entnommen und in den Reaktor geleitet werden. Die Anpassungszeit der Organismen ist so auf ein Minimum reduziert.

Diese Methode zur Zwischenspeicherung von Mikroorganismuskulturen stellt ein enormes Potential zur Maximierung der Methanausbeutung dar.

Für diese Erfindung wurde ein deutsches Patent angemeldet. Um diese Idee erfolgreich vermarkten und in internationale Märkte einführen zu können, werden noch weitere strategische Partner insbesondere aus dem Bereich der Biogasanlagen gesucht.

Kontakt

Lars Krüger
PVA-MV AG
Gerhart-Hauptmann-Str.23
18055 Rostock
Tel.: 0381 497474-3
Email: L.krueger@pva-mv.de
Web: www.pva-mv.de

Lars Krüger | PVA-MV AG
Weitere Informationen:
http://www.pva-mv.de

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