Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europas größte Blitzmaschine – der EnBW EnergyTower in Wolfsburg

24.08.2007
Es war einmal der alte Traum der Menschheit von der drahtlosen Übertragung von Strom. So beginnt die Geschichte von Nikola Tesla; jene des EnBW EnergyTowers, Europas leistungsstärkstem und auf Dauerbetrieb ausgelegten Tesla-Transformator im phaeno Science Center in Wolfsburg, ist da jedoch schon einen Schritt weiter.
Der EnBW EnergyTower – die Spannung steigt

Beim Bau des EnBW EnergyTowers wusste man längst, dass er – wie alle Tesla-Transformatoren – nicht in der Lage sein würde, Strom drahtlos zu übertragen. Nichtsdestotrotz ist das Konstrukt ein Paradebeispiel für die Visualisierung hoher Spannungen. Mit über 3 Millionen Volt schickt der EnBW EnergyTower zuckende violette Blitze in die Luft. Für die EnBW ist der EnBW EnergyTower nach den Worten ihres Vorstands ein Beitrag zur Erinnerung an Nikola Tesla, den großen Pionier der Elektrizität, ohne den die heute so selbstverständlich gewordene, öffentliche Stromversorgung undenkbar wäre. Wie einst Tesla, steht die EnBW für Energie-Visionen, die sie praktisch weiterdenkt und damit nicht nur Aufklärungsarbeit bei der Strom- und Wärme-Versorgung, sondern auch einen konkreten Beitrag für den Klimaschutz und die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg und darüber hinaus leistet.

Zwischen dem 25. August 2007 und dem 6. Januar 2008 haben die Besucher von phaeno viermal täglich die Möglichkeit, sich das Spektakel aus nächster Nähe anzusehen.

Der Tesla-Transformator – ein Beispiel für sichtbare Überspannung

Mittels zweier Spulen und einem Kondensator schuf der im heutigen Kroatien geborene Nikola Tesla vor über 100 Jahren den Prototypen des Tesla-Transformators. Eine lange, dünne Spule wurde in den Primärstromkreis mit Kondensator, eine kurze, dicke Spule in den Sekundärkreis eingebunden. Ein Versorgungstrafo lädt über die Primärspule den Kondensator auf, bis die Funkenstrecke „zündet“ und alle Komponenten des Primärkreises in einem Schwingkreis miteinander verbunden sind.

Durch das Pendeln der elektrischen Energie mit hoher Frequenz im Primärstromkreis wird der Sekundärkreis angeregt. Die Spannung zwischen beiden Stromkreisen wird derart verstärkt, dass Blitze durch Überspannung entstehen. Grund hierfür ist u.a. die geringere Kapazität des Sekundärstromkreises.

Der alte Traum ist längst nicht ausgeträumt: Teslas Erben basteln an seiner kommerziellen Verwirklichung

Eine Forschergruppe am MIT in Cambridge, USA hat Teslas Traum von der drahtlosen Stromübertragung jüngst wieder aufleben lassen. Als Ergebnis der Forschungsarbeit ist es gelungen, eine 60-Watt-Glühlampe aus zwei Meter Entfernung ohne Kabel mit Strom zu versorgen. Wie in Teslas Fall nutzen die Forscher die magnetische Resonanz zweier Spulen. Der Unterschied jedoch: Die beiden Kupferspulen sind baugleich und nicht wie im Tesla-Transformator von unterschiedlicher Größe und Art.

Eine Vision hat neuen Aufschwung bekommen

Geht es nach dem MIT, wird die kabellose Stromübertragung in Zukunft das Aufladen von Laptops oder Mobilfunkgeräten vereinfachen. Vielleicht wird sie eines Tages sogar Akkus überflüssig machen?

Weitere Informationen

• Erleben Sie den EnBW EnergyTower in der virtuellen 3D-Welt Second Life – auf dem Sim der EnBW unter EnBW EnergyPark InnovationArea (100, 70, 30)
> Zur Second-Life-Registrierung

Tesla Society Schweiz

Dorota Zacirka | EnBW
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

Weitere Berichte zu: EnergyTower Kondensator Tesla Tesla-Transformator

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Gedruckte »in-situ« Perowskitsolarzellen – ressourcenschonend und lokal produzierbar
17.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Ein elektronischer Rettungshund
17.05.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics