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Luftqualitätsfühler sorgen für Energieeffizienz und Komfort

11.07.2007
Siemens Building Technologies erweitert das Sortiment von Luftqualitätsfühlern. Die neuen Symaro-Multifühler messen Kohlendioxid-Konzentration, Temperatur und Feuchte der Raumluft gleichzeitig. Anhand der Messwerte lässt sich die Lüftung so regeln, dass man Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent ohne Beeinträchtigung des Komforts erzielen kann.

Eine bedarfsgeregelte Lüftung, basierend auf der CO2-Konzentration in der Raumluft eines Innenraumes, kann zwischen 20 und 50 Prozent an Energie einsparen. Die Luftqualitätsregelung verbessert zudem den Komfort und erhöht die Arbeitsproduktivität der Gebäudenutzer. Ausserdem kann die aktuelle Lüftungsrate durch die installierten CO2-Fühler über die Gebäudeautomation jederzeit dokumentiert werden. Dies ist insbesondere bei Energieoptimierungen, beim Energiespar-Contracting und in Streitfällen zwischen Mietern und Gebäudeeigentümern bzw. Gebäudebetreibern wichtig, wenn beispielsweise über schlechte Raumluft geklagt wird.

Multifühler sparen Platz und Kosten

Bisher umfasste das Symaro-Sortiment Fühler zur Messung des Kohlendioxids (CO2) allein oder auch kombiniert mit der Messung der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) in der Luft (CO2/VOC). Neu werden jetzt auch Multifühler mit den Funktionen CO2/Tempe¬ra¬tur oder CO2/Temperatur/Feuchte angeboten. Alle Fühlertypen sind sowohl in der Ausführung für die Montage in Räumen als auch in Lüftungskanälen erhältlich. Bezüglich Messgenauigkeit sind die neuen Multifühler den Einzelfühlern absolut ebenbürtig. Der Vorteil von Multifühlern besteht darin, dass die Anzahl der technischen Geräte im Raum signifikant reduziert werden kann, was den Anforderungen von Architekten entgegenkommt. Zudem reduziert sich der Installations- und damit auch der Kostenaufwand.

Kanalfühler-Montage wesentlich vereinfacht

Gegenüber den Vorgängern konnte bei den neuen Symaro-Fühlern die Anwendungsfreundlichkeit nochmals verbessert werden. Die Kanalfühler sind kompakt und leicht und müssen nicht mehr in Strömungsrichtung ausgerichtet werden. Dies wird durch ein spezielles, aus drei Kammern bestehendes Luftansaugrohr erreicht. Ein separates Kanalmontagegehäuse ist nicht mehr notwendig.

Die CO2-Messung findet in einer separaten Messzelle statt, die komplett von den elektrischen Anschlussklemmen und der Kabeldurchführung getrennt ist. Dadurch steht der Messzelle nur Luft aus dem Luftkanal zur Verfügung und keine Fremdluft vom umgebenden Raum. Fehlmessungen sind dadurch ausgeschlossen. Die von einigen anderen Herstellern geforderten speziellen Vorsichts- bzw. zusätzlichen Abdichtmassnahmen beim Verschliessen des Gehäuses und der Kabeldurchführung sind bei Symaro-Luftqualitätsfühlern nicht nötig. Das spart Zeit und Kosten bei der Installation. Zudem reduziert dieses anwendungsfreundliche Konzept die Wahrscheinlichkeit von Montagefehlern.

Neue Raumfühler auch mit LCD-Anzeige

Alle Symaro-Raumfühler sind jetzt auch mit LCD Anzeige erhältlich. Der CO2-Wert wird dabei in ppm (parts per million) angezeigt. Bei den CO2/T- und CO2/T/H-Multifühlern werden die Messwerte jeweils alternierend dargestellt. Beim CO2/VOC-Fühler wird das Maximum der beiden Messwerte zusätzlich als Balkendiagramm angezeigt. Bei der neuen Fühlergeneration konnte zudem die Gehäusetiefe nochmals reduziert werden. Sie ist nun für alle aktiven Symaro-Fühler identisch. Das bewährte Konzept der abnehmbaren Montageplatte wurde beibehalten. Damit können sämtliche Installationsarbeiten bereits vor der Fertigstellung eines Raumes abgeschlossen und der Fühler nach Abschluss der Verputz- und Malerarbeiten nur noch eingesteckt werden.

Langzeitstabilität der CO2 –Messung

Die Bestimmung der CO2-Konzentration erfolgt mit der optischen Infrarot-Messmethode (Non-dispersive Infrared NDIR). Dabei erreicht das von einer gepulsten Lichtquelle ausgestrahlte Licht durch eine Messkammer und einen optischen Interferenzfilter den Detektor. Das Filter stellt sicher, dass nur Licht mit einer Wellenlänge, bei der CO2 das Infrarotlicht absorbiert, zum Detektor gelangt. Je höher die Konzentration von CO2 in der Messzelle, desto weniger Licht trifft auf den Detektor. Weil sich die Intensität des Lichts aus dieser Lichtquelle mit deren Alter verändert, stellte eine integrierte, zweite Lichtquelle sicher, dass sich der Fühler periodisch selbst rekalibrieren kann. Diese einfache, robuste Methode führt dazu, dass die Fühler die Anfangsgenauigkeit über die ganze Lebensdauer behalten. Weil zur CO2-Messung keine so genannte Softwarekalibrierung eingesetzt wird, sind die Fühler für alle Gebäudearten geeignet und insbesondere auch für solche, die rund um die Uhr betrieben werden.

Produkte mit der so genannten Software-Kalibrierung (ABC) können dagegen in solchen Umgebungen auf Dauer nicht richtig funktionieren, d.h. sie müssen aufwändig periodisch ausgetauscht und nachkalibriert werden.

Global einsetzbar und umweltfreundlich

Selbstverständlich wird die bedarfsgeregelte Lüftung auch durch eine breite Palette von vordefinierten und standardisierten Siemens-Regelbausteinen unterstützt. Derzeit stehen über 30 verschiedene Lösungen zur Verfügung.

Da die Symaro-Luftqualitätsfühler weltweit eingesetzt werden, können sie sowohl mit einer DC- als auch mit einer AC-Spannungsversorgung betrieben werden. Approbationen wie CE (Europa) oder c-tic (Australien) werden von den Fühlern ebenfalls erfüllt. Alle Fühler zeichnen sich durch eine hohe Störfestigkeit aus und erfüllen die Industrieanforderungen (EN 61000-6-2). Sämtliche Materialien sind umweltfreundlich und können rezykliert werden. Für jeden Fühler gibt es eine eigene Umweltdeklaration, in der sämtliche verwendeten Materialien aufgeführt sind.

| Siemens Schweiz AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.ch/
http://www.siemens.ch/presse

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