Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit neuem Ökomobil zum Shell Eco-marathon - dem Rennen um das sparsamste Auto der Welt

02.05.2007
Beim Rennen um das sparsamste Auto der Welt soll das Chemnitzer Energiespar-Fahrzeug "Sax 2" mit einem Liter Kraftstoff mehr als 2.500 Kilometer schaffen - Acht der 262 Teams kommen aus Deutschland

"Mit nur einem Liter Benzin von Chemnitz nach Paris und zurück!" - so lautet das Motto des Chemnitzer Teams "Fortis Saxonia". Mit ihrem selbst entwickelten, mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeug "Sax 2" starten Studenten und Absolventen der TU Chemnitz und der Fachhochschule Mittweida vom 11. bis 13. Mai 2007 zum dritten Mal beim Shell Eco-marathon im französischen Nogaro im Rennen um das sparsamste Fahrzeug der Welt.

Doch bevor das Team das neue Energiespar-Fahrzeug auf den Transport vorbereitet, stellen sie es am 3. Mai 2007 erstmals der Öffentlichkeit vor. Um 15 Uhr beginnt im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90, Raum N112, die Premiere. Die 25 Teammitglieder stehen dabei allen Interessenten Rede und Antwort und zeigen, wie ihr Fahrzeug funktioniert. Beim anschließenden Symposium stellen Unternehmen der Region Technologien vor, welche die Mobilität der Zukunft sichern und gleichzeitig zum Erhalt der Umwelt beitragen sollen.

"Sax 2" - das neue Sparmobil

Das 3,10 Meter lange Brennstoffzellen-Fahrzeug "Sax 2" besitzt eine futuristische Karosserie, an der die Luft mit einem äußerst geringen Widerstand entlang strömt. Das neue Ökomobil aus Sachsen wiegt nur 45 Kilogramm, 18 Kilogramm weniger als der Vorgänger "Sax 1". Erreicht wird dies durch Einsatz eines Kohlefaserverbundes. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Elektromotor, der seine Energie aus einer Brennstoffzelle erhält. Als Kraftstoff nutzt das System Wasserstoff. Gelenkt wird mit einer speziellen Hinterradlenkung, welche die im "Ecocar" liegende Fahrerin mit einem Joystick bedient. Mit Knöpfen und Hebeln wird beschleunigt und gebremst. "Sax 2" erreicht maximal 45 Kilometer pro Stunde. "Durch die konsequente Leichtbauweise, das aerodynamische Design und die äußerst effiziente Brennstoffzelle kann Sax 2 mehr als 2.500 Kilometer mit einem Liter Kraftstoff fahren", berichtet Teamsprecher Thomas Mäder (28). Damit könnte in Frankreich die Leistung des Vorgängerfahrzeuges um mindestens 800 Kilometer überboten werden.

Die Studenten und Hochschulabsolventen des Teams "Fortis Saxonia" planen und bauen seit einem Jahr in ihrer Freizeit an "Sax 2". Fahrzeugkomponenten wie Brennstoffzelle, Elektromotor und Hinterradlenkung wurden eigenständig konstruiert. "Die Zeit ist mittlerweile sehr knapp geworden. In den letzten Tagen arbeiteten wir deshalb am Fahrzeug rund um die Uhr in verschiedenen Schichten", sagt Informatikstudent Sebastian Kratzert (27). Mehr als 60.000 Euro stecken in der "Sax 2"-Entwicklung. Das meiste Geld kommt von Sponsoren und Projektpartnern.

Shell Eco-marathon 2007

Der Shell Eco-marathon wurde 1985 ins Leben gerufen und ist eines der ungewöhnlichsten Rennen der Welt. In den Energie-Kategorien Benzin, Diesel, Flüssiggas und alternative Energien werden die "Sparweltmeister" ermittelt. Es gewinnt also nicht das schnellste Fahrzeug, sondern das sparsamste. Im vergangen Jahr traten insgesamt 255 internationale Teams - darunter vier aus Deutschland - gegeneinander an und versuchten mit umgerechnet einem Liter Kraftstoff so weit wie möglich zu fahren. Auch "Fortis Saxonia" ging mit Vorgänger "Sax 1" an den Start. Das Ecocar legte eine Strecke von umgerechnet 1.742 Kilometern zurück und erreichte damit Platz 12 der Gesamtwertung.

Diese Leistung soll "Sax 2" beim diesjährigen Shell Eco-marathon vom 11. bis 13. Mai weiter steigern. Mehr als 2.500 Kilometer wollen die Fahrerinnen Nicole Taubert (26) und Carina Gerlach (20) während der vier Wertungsläufe schaffen. Eine Strategie haben sie sich bereits zurechtgelegt. "Es gibt fünf Abschnitte auf der Strecke, an denen wir beschleunigen. Ansonsten wird gerollt und nur im Notfall gebremst", so Taubert. Auf diese Weise soll das "Eine-Frau-Mobil" in die "Top Five" der Gesamtwertung fahren. "Angesichts der Tatsache, dass 262 Teams aus 20 Ländern an den Start gehen, ist dies ein ehrgeiziges Ziel", schätzt TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes ein, der von Anfang an das Projekt unterstützte. "Wir drücken unserem Team mit der Startnummer 205 die Daumen und werden auch künftig helfen, wo wir können."

Insgesamt acht Mannschaften aus Deutschland nehmen am Shell Eco-marathon teil: Hochschule Offenburg, Hochschule Merseburg/Burg Giebichenstein, Gewerblich Technische Schulen Offenbach, Fachhochschule Trier, Fachhochschule Stralsund, Oberstufenzentrum Neuruppin, Iselin-Schule Rosenfeld und als einzige Universität - die TU Chemnitz.

Pressekontakte:

Fortis Saxonia e.V., Thomas Mäder, Telefon (03 71) 5 31 - 19 302, Handy (01 77) 72 49 361 (diese Nummer ist auch während des Rennens erreichbar), E-Mail pr@fortis-saxonia.de

TU Chemnitz, Mario Steinebach, Telefon (03 71) 5 31 - 31 658, E- Mail pressestelle@tu-chemnitz.de

Shell Deutschland Oil GmbH, Barbara Gamalski, Telefon (040) 63 24 - 52 90, E-Mail shellpresse@shell.com

Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.shell.com/eco-marathon
http://www.fortis-saxonia.de

Weitere Berichte zu: Brennstoffzelle Eco-marathon Kraftstoff Saxonia Ökomobil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Kompakte Rangierfelder für RJ45-Module
25.09.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Sicherungsklemmen für unterschiedliche Einsatzgebiete
18.09.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Fraunhofer ISE Pushes World Record for Multicrystalline Silicon Solar Cells to 22.3 Percent

25.09.2017 | Power and Electrical Engineering

Usher syndrome: Gene therapy restores hearing and balance

25.09.2017 | Health and Medicine

An international team of physicists a coherent amplification effect in laser excited dielectrics

25.09.2017 | Physics and Astronomy