Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Michail Gorbatschow verleiht Energy Globe Awards 2002

07.03.2002


"Oskars" für spanischen Windpark und Photovoltaik-Initiative einer US-Kirchengemeinde

Im Rahmen des von 7. bis 8. März in Wels stattfindenden Weltenergiespartages, der europäischen Konferenz für Energieeffizienz und Erneuerbare Energieträger, sind Mittwochabend die Sieger des Energy Globe Awards geehrt worden. Ausgezeichnet wurden die besten Energielösungen weltweit. 1.300 Projekte aus 98 Ländern haben sich an dem Wettbewerb für nachhaltige Energielösungen beteiligt. Verliehen wurden die Energy Globes vom ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow. Die "Energie Gala" wurde europaweit im Fernsehen übertragen.

Ausgezeichnet wurden die besten Einreichungen in den fünf Kategorien Unternehmen, Verkehr & Gemeinden, Bauen & Wohnen, Private & öffentliche Initiativen und Water Globe. Initiator ist der oberösterreichische Energiesparverband. Der erste Preis in der Kategorie Unternehmen ging an E.H.N. – Energia Hidroelectrica de Navarra aus Spanien mit dem Projekttitel "Wind-Weltmeister". Ziel des Projektes ist es, den Stromverbrauch der spanischen Region Castilla-La Mancha bis Ende 2002 zu 100 Prozent aus Windenergie zu decken. 31 Windparks haben zusammen eine Leistung von 1.173 MW, was einem durchschnittlichen Atomkraftwerk entspricht. Gewinner in der Kategorie Verkehr & Gemeinden ist The Regeneration Project/Episcopal Power & Light aus den USA. Die Kirchengemeinschaft "Episcopal Church" hat das "Regeneration Project" in San Francisco ins Leben gerufen. Ziel ist die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen und erneuerbaren Energieanlagen in der Kirchengemeinschaft. 60 Kirchen sind bereits auf "grünen Strom" umgestiegen und 50 Kirchen erzeugen Sonnenstrom am Dach.

Der "Energiespar-Oskar" in der Kategorie Bauen & Wohnen ging an Peabody Trust/BP Solar aus Großbritannien mit dem Projekt "Öko-Wohnanlage". Im Süden Londons wurde eine Passivhaus-Wohnanlage errichtet, die nur 25 Prozent der Energie herkömmlicher Wohnbauten benötigt. Die Solarstromanlage ist in die Fassade integriert. Der erzeugte Strom wird in Solartankstellen für Elektroautos angeboten. BP Solar und Peabody Trust arbeiten bereits am nächsten Projekt im Nordwesten Londons. In der Kategorie Private & öffentliche Initiativen punktete EcoFund Foundation aus Polen mit dem Projekt "Swapping debts". Hier wird versucht, in einem Land mit hohen Auslandsschulden neue umweltfreundliche Energieanlagen zu errichten. Die USA, Frankreich, Italien, Schweden, die Schweiz und Norwegen erlassen Polen einen Teil der Auslandsschulden, wenn das Geld in nachhaltige Projekte investiert wird. Der EcoFund wählt umweltfreundliche Projekte aus und gewährt mit den Mitteln des Schuldenerlasses finanzielle Unterstützung. Zehn bis 50 Prozent der Investionskosten werden so finanziert.

Als Sieger der heuer erstmals eingeführten Kategorie Water Globe ging das South African Department of Water Affairs & Forestry aus Südafrika hervor. Dem "Department of Water Affairs and Forestry" des südafrikanischen Ministeriums in Pretoria ist es gelungen, seit 1994 ein umfangreiches Programm zu Sicherstellung der Wasserversorgung in ländlichen Gebieten umzusetzen. Insgesamt konnten seither über sieben Mio. Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt, 332 Projekte umgesetzt und 400.000 Jobs geschaffen werden.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.esv.or.at

Weitere Berichte zu: AWARD Energieanlage Globe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

nachricht Planungstool für die Energiewende: Open Source Plattform für Stromnetze
05.12.2016 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen

05.12.2016 | Förderungen Preise

Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik

05.12.2016 | Energie und Elektrotechnik