Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Energie-Agentur: Neue Internetseite zu Offshore-Wind

06.03.2002



Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bietet ab heute eine neue Internetplattform zur Windenergienutzung im Meer an. Unter www.offshore-wind.de sind erstmals alle Themen rund um die Offshore-Windenergienutzung in Deutschland zusammengestellt. Die dena informiert damit das nationale und internationale Fachpublikum sowie die interessierte Öffentlichkeit über Potenziale, Herausforderungen und mögliche Konflikte der Windenergienutzung auf See.

Die Seite liefert aktuelle Entwicklungen sowie technische und wirtschaftliche Fakten zum Offshore-Bereich, bietet Hintergründe zur Klima- und Energiepolitik, stellt Offshore-Projekte vor, informiert über Naturschutz und Offshore und listet eine Vielzahl an themenbezogenen Links auf. "Die Windenergienutzung auf See kann genau so wie die an Land ein Erfolg in Deutschland werden. Doch das Für und Wider muss öffentlich und transparent diskutiert werden. Dafür liefert das Internet-Angebot Argumente und Fakten", begründet Geschäftsführer Stephan Kohler die neue Internetseite der Deutschen Energie-Agentur.

Zwischen den verschiedenen Interessensgruppen zu vermitteln ist Aufgabe der dena, die im Auftrag des Bundeskanzleramtes Pilotprojekte im Energiebereich koordiniert. "Als neutrale Energie-Agentur nimmt die dena eine Mittlerrolle ein zwischen Windparkplanern, Energiewirtschaft, Landesregierungen und Umweltschützern", erläutert Stephan Kohler die Aktivitäten der dena. Jan Rispens, dena-Projektleiter für Offshore-Wind ergänzt: "Ein Dialog zwischen allen Beteiligten ist wichtig, denn für eine nachhaltige Energieversorgung Deutschlands kann Offshore-Wind mittel- und langfristig einen großen Beitrag leisten."

Die Bundesregierung hat im Januar dieses Jahres eine Strategie für Windenergienutzung im Meer beschlossen. Demnach sollen bis 2007 bis zu 500 MW Leistung in Offshore-Windparks installiert werden und - wenn die Erfahrungen positiv sind - bis 2010 insgesamt 2.000 bis 3.000 MW. Planer haben bereits über 30 Windparks beantragt. Naturschützer jedoch befürchten negative Auswirkungen vor allem auf die Vogelwelt. Zudem gibt es in einigen Küstenregionen Bedenken, dass Windparks den Tourismus oder die Schiffssicherheit beeinträchtigen könnten.

Neben dem politischen gibt es auch technischen Klärungsbedarf. Die meisten beantragten Windparks liegen mehr als 30 Kilometer von der Küste entfernt und in Gewässertiefen von über 25 Metern. Bisher gibt es jedoch keine Erfahrungen, wie Anlagen unter diesen Bedingungen technisch realisiert werden können und wie wirtschaftlich sie zu betreiben sind. Zudem werden die bisherigen Kapazitäten der Stromnetze in Zukunft nicht ausreichen, um die auf See produzierten Strommengen aufzunehmen und zu verteilen. Auch hier ist es Aufgabe der dena, gemeinsam mit Energieversorgern und Netzbetreibern Lösungen zu entwickeln.

www.offshore-wind.de wird aktuell und ausführlich darüber informieren.

Katrin Evers | ots
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-energie-agentur.de
http://www.offshore-wind.de

Weitere Berichte zu: Windenergienutzung Windpark

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie