Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heiße Drähte und spannende Projekte

28.02.2002


Die Liberalisierung des Strommarktes, also die europaweite Öffnung der Netze für die Durchleitung des Stroms anderer Lieferanten, hatte eine Fülle neuer Fragen aufgeworfen. Deshalb intensivieren die Stadtwerke Chemnitz AG und die Technische Universität Chemnitz in diesem Jahr ihre Zusammenarbeit mit vier Forschungsthemen, um anstehende technische und logistische Probleme zu lösen. Ein Projekt zielt auf die Analyse der Verluste in den Stromnetzen der Stadtwerke. Einfach gesagt: Ein nicht unbedeutender Prozentsatz der eingespeisten Energie wird auf dem Weg durch die Netze insbesondere in Verlustwärme umgesetzt. Für den Stromproduzent und die Netznutzer spielt dies sowohl in technologischer als auch in kaufmännischer Sicht eine wichtige Rolle. Die Experten um Prof. Dr. Wolfgang Schufft, Professur Energie- und Hochspannungstechnik der TU Chemnitz, wollen nun die Netzverluste an jedem Ort und zu jeder Zeit zwischen Energieerzeuger und Abnehmer genau beziffern.

Eine weitere Forschungsaufgabe ist die Kabeldiagnose in Mittelspannungsnetzen. Die hochmoderne Prüf- und Diagnosetechnik an der TU Chemnitz wird dazu genutzt, um Alterungsprozesse von Kabeln zu analysieren und um Prognosen für deren weiteren Betrieb zu erstellen.

Das dritte Thema befasst sich mit dem Datenmanagement für Betriebsmittel. In einem computergestützten Informationssystem sollen zukünftig beispielsweise die "Lebensdaten" von Transformatoren, Kabeln und Freileitungen gemanagt werden und somit dem Instandhaltungsmanagement sowie der Betriebsführung als Grundlage dienen.

Mit komplizierten Lastprofilen, also der möglichst sicheren Vorhersage des Strombedarfs für Kundengruppen zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten, beschäftigen sich die Experten der TU und der Stadtwerke in einem vierten Projekt. Das Verbrauchsverhalten soll möglichst genau bestimmt werden, damit die Stadtwerke die Stromerzeugung und den Einkauf von Strom optimieren können.

Seit vielen Jahren schon funktionieren die heißen Drähte zwischen Energiedienstleister und Universität. So vergibt die Stadtwerke Chemnitz AG regelmäßig Themen für Praktika und Diplomarbeiten.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | Pressemitteilungen

Weitere Berichte zu: Draht Heiß

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Was riecht denn da? – Elektronische Nase erkennt unterschiedliche Gerüche
26.04.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife
25.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics