Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimawandel - Was zu tun ist

21.02.2007
Anfang Februar hatte der UN-Klimaausschuss IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) seinen Sachstandsbericht, den so genannten Weltklimabericht, der Öffentlichkeit vorgestellt mit dem Ergebnis: Die Erde wird immer wärmer.

Das hat Folgen, die unter anderem lauten: Meeresspiegelanstieg, Dürre, Sturm. Wie lässt sich das Blatt zugunsten der Menschen wenden? Prof. Dr. Olav Hohmeyer von der Universität Flensburg wird als stellvertretender Vorsitzender einer UN-Arbeitsgruppe zusammen mit internationalen Forschern in den kommenden Monaten und Jahren im Auftrag des IPCC einen Sachstandsbericht erarbeiten, in dem steht, wie mit erneuerbaren Energien der globalen Erwärmung Einhalt geboten werden kann.

Dass die Menschheit für die messbare globale Erwärmung der Erde verantwortlich ist, daran zweifelt kaum ein Wissenschaftler mehr. Im Gegenteil: Die Wissenschaftler warnen vor einer drohenden Katastrophe für die Menschheit und haben sich in weltumspannenden Organisationen zusammengefunden, um systematisch zu forschen, Erkenntnisse zu nutzen und Vorschläge und Szenarien an die politisch Verantwortlichen zu geben. 190 Länder sind in der UN-Organisation IPCC vertreten. Was dieses Plenum an Berichten herausgibt, gilt als gesicherter Stand der Wissenschaft. Das IPCC wiederum besitzt drei Untergruppen, die Arbeitsgruppen (Working Groups) mit den drei Arbeitsbereichen: Klimawissenschaften, Auswirkungen des Klimawandels und dem Bereich "Climate Change Mitigation", der sich damit befasst, mit welchen Maßnahmen die Menschen den Klimawandel stoppen können, beziehungsweise wie sie mit ihm leben können. Prof. Dr. Olav Hohmeyer ist stellvertretender Vorsitzender dieser dritten Arbeitsgruppe.

Für das IPCC ist, laut Hohmeyer, das Thema erneuerbare Energien mittlerweile so wichtig geworden, dass es die Arbeitsgruppe beauftragt hat, einen Sachstandsbericht zu erstellen. Was ist heute technisch möglich? Wie kann der Mensch die Folgen des Wandels verkraften? Dieser Bericht, gilt, so wie der vor kurzem veröffentlichte Weltklimabericht, bei Erscheinen als das gesicherte Wissen darüber, wie man die globale Erwärmung stoppen kann, beziehungsweise wie mit ihr umzugehen ist. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, der niederländische Wissenschaftler Dr. Bert Metz, habe ihn gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen, so Hohmeyer weiter. Die Arbeitsweise ist ähnlich wie bei der Erstellung des Weltklimaberichts, allerdings in einem etwas kleineren Rahmen. Es wird Anfang 2008 - wahrscheinlich in Lübeck - ein Treffen der führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet geben. Dort wird festgelegt, welche Themen der Bericht enthalten soll. Stimmt das IPCC zu, treffen sich die Autoren mehrmals, diskutieren ihre Texte, üben Kritik und formen den Bericht. Mit einer Veröffentlichung rechnet Hohmeyer im Jahr 2010. Prof. Dr. Hohmeyer weiß schon jetzt: "Mit den heute vorhandenen Techniken zur Gewinnung erneuerbaren Energien lässt sich der Energiebedarf decken." Nach dem Bericht weiß jede UN-Nation, was zu tun ist.

Kontakt:
Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Energie- und Umweltmanagement, Universität Flensburg, Tel: 0461 805 2533, E-Mail: hohmeyer@uni-flensburg.de

Dr. Helge Möller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universität Flensburg, Tel.: 0461 - 14 44 916, E-mail: presse@uni-flensburg.de

Dr. Helge Möller | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-flensburg.de/

Weitere Berichte zu: Erwärmung IPCC Klimawandel Weltklimabericht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften