Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Transparenz, Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit

06.02.2007
Die EnBW veröffentlichte als erster deutscher Energieversorger und Netzbetreiber seine Netznutzungsentgelte
Mit Inkrafttreten der zweiten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) am 17. Dezember 2006 setzte die Bundesregierung das EU-Gemeinschaftsrecht für die sogenannte leitungsgebundene Energieversorgung in nationales, deutsches Recht um.

Ziel des Gesetzes ist es laut Paragraph 1, Absatz 1, eine „möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas“ zu gewährleisten. Dazu gehört die Garantie eines diskriminierungsfreien Zugangs aller Kunden zum Energienetz. Der Netzbetreiber kann nach zwingend erforderlicher Genehmigung durch die Bundesnetzagentur ein Entgelt an den Nutzer seines Netzes – das Netznutzungsentgelt - in Rechnung stellen.

Das deutsche Stromnetz

Für eine effiziente Nutzung des Stromnetzes ist dessen ständige Kontrolle, Wartung und Erweiterung unablässig. Damit Deutschland auch weiterhin im europäischen Vergleich seine Spitzenposition bei der Versorgungssicherheit beibehalten kann, investierten die Stromversorger allein 2005 rund 2,4 Milliarden Euro in die rund 1,7 Millionen Kilometer ihres Stromnetzes. Diese Kosten, die die Netzbetreiber beispielsweise über die Einnahmen aus dem Netznutzungsentgelt decken, geben sie somit indirekt wieder an die Verbraucher zurück.

Mehr Transparenz und Effizienz im Wettbewerb

Der Gesetzgeber hat die Rahmenbedingungen für die Berechnung der Netznutzungsentgelte eindeutig für alle Netzbetreiber festgeschrieben. Um jedoch auch die Transparenz gegenüber dem Verbraucher zu gewährleisten, sind alle Netzbetreiber verpflichtet, ihre Entgelte öffentlich darzulegen. Einheitliche Geschäftsprozesse und Datenformate wurden dafür ebenfalls festgeschrieben. Die Energie Baden Württemberg AG (EnBW) hat sich bereits vor Inkrafttreten der Gesetzesnovelle als erster deutscher Netzbetreiber einer freiwilligen Transparenzoffensive verschrieben und die Kosten auf der eigenen Internetsite www.enbw.com veröffentlicht.

In der aktuellen Diskussion um die Senkung der Netznutzungsentgelte hat die EnBW ebenfalls wieder die Nase vorn. So setzt sich der Baden-Württemberger Energiedienstleister und Netzbetreiber maßgeblich für das Konzept einer Anreizregulierung bei der Kostenverteilung ein. Grundgedanke ist die Gewährung eines Bonus für Netzbetreiber, die ihre Netze besonders effizient betreiben.

Hauptverdiener am Strom sind nicht Netzbetreiber oder Stromerzeuger, sondern der Staat

Durchschnittlich rund 40% der Stromkosten eines Haushaltes setzen sich zusammen aus Abgaben, die der Staat erhebt: Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe und die Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Nur rund 60% der Stromkosten entfallen damit auf die Erzeugung und den Vertrieb von Energie – inklusive der Netznutzungsentgelte. Diese betragen für Industriekunden lediglich ein Fünftel, für Privatkunden ein Drittel des Strompreises.*

Trotz dieses vergleichsweise geringen, für die Instandhaltung und den Betrieb der Netze aber wesentlichen Kostenblocks, setzte die Bundesnetzagentur eine Senkung des Netznutzungsentgeltes bei allen vier großen deutschen Netzbetreibern durch. Der EnBW, die ihre Entgelte lediglich um acht Prozent senken musste, bescheinigt die Regulierungsbehörde damit indirekt bereits eine weitgehende Erfüllung der Ziele des EnWG: preisgünstig, verbraucherfreundlich und effizient zu sein. Wettbewerber, die verpflichtet sind, ihre Entgelte um bis zu 18% zu senken, müssen demnach noch stärker an der Erreichung nachbessern.

Weitere Details zum Thema Netzentgelte finden Sie auf der Homepage der EnBW. Klicken Sie hier!

Infos, wie sich der Strompreis zusammensetzt, lesen Sie hier.

(*Quelle: Verband der Elektrizitätswirtschaft, VDEW, 2006)

Dorota Zacirka | EnBW AG
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

Weitere Berichte zu: Effizienz Entgelt Netzbetreiber Netznutzungsentgelt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Intelligentes Lademanagement entwickelt – Forschungsprojekt ePlanB abgeschlossen
18.10.2017 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise