Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Zukunft Europas wird mit Biomasse angetrieben

27.12.2006
Für die gemeinsame Verbrennung von Biomasse und herkömmlichen Brennstoffen sind besondere Beschickungsverfahren notwendig. An der Technischen Hochschule Breslau (Wroclaw) in Polen entwickelte man gleich zwei Lösungen.

Ein Teil der Sonnenenergie, der die Erdoberfläche erreicht, wird umgewandelt und als Biomasse gespeichert. Vor kurzem fanden umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten statt, um die Verwendung von Biomasse bei der Stromerzeugung voranzubringen. Der Grund dafür liegt darin, dass Biomasse gegenüber den fossilen Brennstoffen als Energiequelle erneuerbar und umweltfreundlich ist.

FBCOBIOW gehört zu den durch das Programm für Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung finanzierten Biomasseprojekten. Das Ziel war eine umfassende technische und finanzielle Bewertung des Potenzials einer gemeinsamen Verbrennung von Biomasse mit Kohle und weiteren fossilen Brennstoffen.

Ingenieure an der Technischen Hochschule Breslau (Wroclaw) in Polen, einem FBCOBIOW-Partner, wurden mit der Bestimmung von Biomasse beauftragt, die sich für eine Verwendung in der 670-MW-Anlage in Turów, Polen, eignet. Die Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (CHP - Combined Heat and Power) verfügt über die Ausstattung für eine Verbrennung mittels Druckwirbelschicht (FBC - Fluidised Bed Combustion), die sehr gut mit Biomasseanwendungen zusammenpasst, da man Luft unter Druck setzt, um in der Brennkammer eine Wirbelströmung zu erzeugen.

Die polnischen Wissenschaftler befanden vor Ort entstandene Abfälle aus der Holzverarbeitung, Weidenholz und Stroh als am besten geeignet. Anhand chemischer Analysen der Biomasse erfuhr man, wie diese vor einer Verwendung am besten zu lagern ist.

Der wichtigste Teil der Arbeit im Rahmen von FBCOBIOW bestand in der Optimierung des Verbrennungsprozesses unter Berücksichtigung vieler Faktoren wie Emissionen, Energieerzeugung, Sicherheit sowie Anfahr- und Betriebskosten. Man entwickelte zwei verschiedene Beschickungssysteme für die Zufuhr von Biomasse in den Brennofen, die sich in der Lagerung der Biomasse vor der Verbrennung unterschieden. Die polnischen Ingenieure fanden heraus, dass Mischungen mit einem Biomassegehalt von 10 bis 20% den höchsten Wirkungsgrad erzielen.

In Polen und weiteren Ländern können diese Ergebnisse für eine größere Sauberkeit bei der Stromerzeugung und für eine Begrenzung der Auswirkungen auf den Klimawandel genutzt werden.

Halina Kruczek | ctm
Weitere Informationen:
http://cordis.europa.eu

Weitere Berichte zu: Biomasse Brennstoff Stromerzeugung Verbrennung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Fraunhofer-Forscher entwickeln Hochdrucksensoren für Extremtemperaturen
28.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

nachricht Mit unkonfektionierten Kabeln durch die Schaltschrankwand
26.06.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive