Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die tiefengeologische Endlagerung von radioaktiven Abfällen

07.12.2006
Die Befunde einer neuen Studie der Schwedischen Kernkraftinspektion zeigen, dass gegenwärtige Radionuklid-Transportmodelle ausreichend sicher sind. Nähere Information wurden in einem zusammenfassenden Bericht zur Verfügung gestellt.

Das größte Problem der Atomenergieanlagen ist die Frage, wohin mit den verwendeten Brennstäben. Deren Grad an Radioaktivität ist so hoch, dass mehrere Tausend Jahre vergehen müssen, bis sie sicher genug für die Umwelt sind. Bis dahin müssen sie isoliert werden.

Als pragmatischste Lösung für das Problem der Lagerung von Nuklearabfällen hat die tiefengeologische Endlagerung sichtbar zugenommen und Tiefseelagerung und Deponierung im Weltall verdrängt. Die kritische Schwachstelle bei der geologischen Endlagerung ist das drohende Durchsickern von Radionukliden außerhalb des Endlagers.

Forschungen innerhalb des EURATOM-Rahmenprogramms konzentrierten sich nun auf die Geosphäre, das Puffergebiet zwischen dem Endlager und der Biosphäre. Im Rahmen des RETROCK-Projekts hat die Schwedische Kernkraftinspektion (SKI) die Eignung der heutigen Computermodelle für die richtige Risikobewertung von jeder einzelnen Lagerstätte beurteilt.

Die wichtigsten zu simulierenden Prozesse beinhalten den radioaktiven Verfall, den Transport und Phänomene, welche die Art und Weise des Ausströmens von Radionukliden in Gas-, Flüssig- und Feststoffphasen beschreiben. Die Ergebnisse der SKI-Arbeit zeigen, dass es keine prägnanten Schwachstellen in den aktuellen Annahmen gibt. Sie skizzierten auch, was die Organisationen tun können, wenn keine ausreichenden Daten über die geologische Beschaffenheit der Lagerstätte zur Verfügung stehen. Schließlich wurde nun ein Konsens über die nächsten Schritte für die Entwicklung eines weiteren Modells gefunden.

Die Forschung der SKI wurde in einem Bericht (EUR 21230 EN) zusammengefasst, der auf der RETROCK-Website zu finden ist. Der Bericht wird für Organisationen nützlich sein, die Leistungsbeurteilungen (PA) für potenzielle tiefengeologische Endlagerstätten durchführen.

Bo Stromberg | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ski.se

Weitere Berichte zu: Endlagerung Kernkraftinspektion Radionuklide

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht IT-Kühlung: So schaffen Kleinbetriebe den Sprung in die IT-Profiliga
23.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Plug & Play: Drei auf einen Streich
29.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise