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Eine neuartige Membran erleichtert die Gewinnung von reinerem Brennstoff aus Erdgas

07.12.2006
Eine mikroporöse Keramikmembran, die vom Energieforschungszentrum der Niederlande entwickelt wurde, verbessert die Herstellung alternativer, umweltfreundlicher Brennstoffe.

Der Fischer-Tropsch-Prozess (FT) wurde ursprünglich in Deutschland entwickelt, wo er für die Umwandlung von nationalen Kohlereserven in den während des zweiten Weltkriegs dringend benötigten flüssigen Brennstoff verwendet wurde. Heute spielt der FT-Prozess noch immer eine wichtige Rolle für den Brennstoffbildungsprozess, bei dem Gas in Kondensat (GTL - Gas-To-Liquid) umgewandelt wird.

Das Energieforschungszentrum der Niederlande (ECN - Energy Research Centre of the Netherlands) und dessen neun Partner innerhalb des LTCPO-GTL-Projekts konzentrierten sich auf die Optimierung des gegenwärtigen Stands der Technik im Bereich der GTL-Brennstoffbildung. Sie versuchten Erdgas, das im Vergleich zu Öl und Kohle bereits als einer der reineren fossilen Brennstoffe gilt, in einen schadstoffarmen flüssigen Brennstoff umzuwandeln.

Eines der Nebenprodukte der FT-Reaktionen ist Wasser. Um dieses überschüssige Wasser auf einfache Art und Weise zu entfernen (Pervaporationsprozess), haben sich Membrane als höchst wertvoll erwiesen. Die Wissenschaftler des ECN entwickelten den Produktionsprozess für eine neue mikroporöse Keramikmembran, die ihr polymeres Gegenstück auf dem aktuellen Markt übertrifft.

Die neuartige Membran beruht auf einer röhrenförmigen Konstruktion und kann bis auf einen Meter verlängert werden. Sie kann eine Gesamtoberfläche von bis zu fünf Quadratmetern umfassen. Die Fähigkeit der neuen Membran, organische Materialien effektiv zu dehydrieren, wurde im Labor unter Beweis gestellt. Die Resultate dieser Tests werden derzeit genutzt, um den ursprünglichen LTCPO-GTL-Prototyp zu optimieren.

In Verbindung mit dem LTCPO-GTL-Projekt werden die Membranen für die Entwicklung reinerer Brennstoffe verwendet, welche die Umwelt weniger belasten. Die Membranen sind nicht nur für den FT-Prozess, sondern auch für viele andere Entwässerungsanwendungen geeignet. Am ECN versucht man nun, von diesen günstigen Marktbedingungen zu profitieren.

Paul Pex | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ecn.nl

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