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Klassische Solarzelle: "Dünnschicht bedeutet nicht das Aus"

24.11.2006
Höhere Effizienz bringt Vorteile bei begrenzten Flächen

Angesichts der anhaltend hohen Preise für kristallines Silizium setzen die Hersteller von Solarzellen zunehmend auf Dünnschicht-Technologien, die ohne den teuren Rohstoff auskommen. So will der deutsche Photovoltaik-Spezialist Q-Cells in die CIGS-Technologie einsteigen und hat ein Joint Venture mit der schwedischen Solibro gegründet. Experten zufolge bedeutet das zunehmende Engagement der Hersteller in punkto Dünnschicht aber nicht das Aus für die klassische Solarzelle. "Wir sehen die Dünnschichtzellen eher als Ergänzung", meint etwa Sal. Oppenheim-Analyst Stephan Wulf im Gespräch mit pressetext.

Vor allem bei der Wirksamkeit haben die Siliziumzellen derzeit noch die Nase vorn. "Gerade bei Anwendungsbereichen, die eine höhere Effizienz und einen größeren Output benötigen - wie beim Einsatz auf begrenzten Flächen - haben die Siliziumzellen Vorteile", sagt Wulf. Bis 2010 rechnen die Analysten mit einem weltweiten Marktanteil der Dünnschicht-Technologien von rund 20 Prozent. Bis dahin sollte sich auch das Silizium-Preishoch entspannt haben, das derzeit auf die Stimmung der Solarbranche drückt.

Q-Cells, nach eigenen Angaben zweitgrößter Hersteller von Solarzellen, will sein bestehendes Technologie-Portfolio jedenfalls um die Dünnschicht-Technologie CIGS erweitern. An dem geplanten Joint Venture mit Solibro hat sich das Unternehmen einen Anteil von 67,5 Prozent gesichert und zahlt vorerst vier Mio. Euro. Die Zahlung weiterer 20 Mio. Euro macht Q-Cells vom Erreichen technologischer Meilensteine abhängig. Geplant ist der Bau einer Fabrik in Thalheim mit einer jährlichen Kapazität von 25 bis 30 MW. Für die erste Ausbaustufe will Q-Cells etwa 60 Mio. Euro ausgeben.

Bereits heute erreicht Solibro - eine Ausgründung des renommierten Angström Solar Centers der Universität Uppsala - auf seiner Pilotlinie Module mit Wirkungsgraden von 11,5 Prozent. Unter Laborbedingungen seien bereits Wirkungsgrade von bis zu 16,6 Prozent bei Minimodulen und 18,5 Prozent bei Zellen erreicht worden, betont Q-Cells. Zum Vergleich: Der US-Solarhersteller SunPower hat bei seinen neuesten klassischen Solarzellen nach eigenen Angaben einen Wandlungswirkungsgrad von mindestens 22 Prozent erreicht (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061016026 ).

Jörn Brien | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.asc.angstrom.uu.se/en

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