Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maß aller Voltmeter kommt aus Jena: IPHT und Supracon setzen weltweite Standards in der Spannungsmessung

16.11.2006
Die weltweit genaueste Messung der elektrischen Spannung leistet ein am Jenaer Institut für Physikalische Hochtechnologie (IPHT) entwickelter Schaltkreis.

Er ist das Herzstück des vollautomatischen Messsystems "SupraVOLTcontrol", das von der IPHT-Ausgründung Supracon international vermarktet wird. Es ermöglicht die präziseste Messung der physikalischen Einheit Volt, der elektrischen Spannung, die eine wesentliche Grundlage für praktisch alle anspruchsvollen industriellen Produktionsprozesse bilden.

Die äußerst genauen Messungen werden durch Supraleiter, also Materialien, die beim Unterschreiten einer bestimmten Temperatur ihren elektrischen Widerstand verlieren, ermöglicht. Verbindet man zwei Supraleiter durch eine nur wenige Nanometer dünne, nicht-supraleitende Barriere, spricht man von Josephson-Kontakten. 19.700 dieser Kontakte haben die Wissenschaftler aus der Abteilung Quantenelektronik des IPHT auf einem nur 25 x 10 Millimeter großen Chip untergebracht. Bestrahlt man sie mit einer Mikrowelle einer Frequenz von 75 Giga-Hertz, lässt sich an einer solchen Anordnung von Josephson-Kontakten eine Spannung erzeugen, die um weniger als ein Milliardstel (also weniger als 10 Nano-Volt) vom angestrebten Spannungswert von 10 Volt abweicht.

Spannungsnormale zur Kalibrierung von Messgeräten mit Hilfe von Josephson-Kontakten sind inzwischen weltweiter Standard, denn sie messen die Spannung frei von Umwelteinflüssen und bieten damit an jedem Ort der Welt vergleichbare Genauigkeit. Für metrologische Staatsinstitute, in Deutschland zum Beispiel die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig (PTB), und Kalibrierungslabors in der Industrie bietet das System "SupraVOLTcontrol" derzeit die höchste Präzision. Dementsprechend ist die Entwicklung aus Jena weltweit gefragt: Dieser Tage wird ein solches, etwa 120 000 Euro teures System nach Kroatien ausgeliefert. Bei der Firma Supracon liegen darüber hinaus weitere Aufträge vor. Die Auslieferung der ersten kommerziellen Jenaer Spannungsnormale ist gleichzeitig auch ein Höhepunkt in der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem IPHT Jena und der PTB Braunschweig auf dem Gebiet der ultrapräzisen Spannungsmeßtechnik.

... mehr zu:
»IPHT »SupraVOLTcontrol »Supracon »Volt
Weitere Informationen:
Dr. Hans-Georg Meyer
IPHT, Abteilung Quantenelektronik
Tel: 03641/ 206 116
Fax: 03641/ 206 199
E-mail: meyer@ipht-jena.de
Matthias Meyer
Supracon AG
Tel.: 03641/ 675380
Fax.: 03641/ 675387
E-mail: meyer@supracon.com
Öffentlichkeitsarbeit und Forschungsmarketing:
Susanne Liedtke
Tel.: 03641/ 206 024,
Fax: 03641/ 206 099
E-Mail: susanne.liedtke@ipht-jena.de

Susanne Liedtke | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipht-jena.de
http://www.supracon.com

Weitere Berichte zu: IPHT SupraVOLTcontrol Supracon Volt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Energieproduzierende Fenster stehen kurz bevor
23.02.2017 | University of Minnesota / Università degli Studi di Milano-Bicocca

nachricht Hauchdünn wie ein Atom: Ein revolutionärer Halbleiter für die Elektronik
23.02.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie