Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikrooptischer Sensor eröffnet neue Chancen für die ophthalmologische Diagnostik

10.11.2006
Im Rahmen eines Projektes zum europäischen Technologietransfer (ENABLE: www.enable-net.info) fördert die Europäische Kommission u.a. eine Durchführbarkeitsuntersuchung zur Nutzung optischer Remissionssensorik für diagnostische Zwecke in der Ophthalmologie.

Hier arbeiten gemeinsam Partner aus Deutschland (CiS Institut für Mikrosensorik GmbH Erfurt), Österreich (Fachhochschule Kärnten und Carinthia Tech Research AG) und Norwegen (Haukeland Universitätsklinik Bergen) an der Verbesserung diagnostischer Methoden zur Untersuchung des Augenhintergrundes, insbesondere der oximetrischen Fundusdiagnostik.

Wesentlicher Bestandteil der technischen Lösung ist das mikrooptische Modul MORES®, welches alle wesentlichen Funktionen für den flexiblen Einsatz als leistungsfähiger 3-Farben-Reflexions-/Remission-Sensor mitbringt und zudem preisgünstig auf der Basis etablierter Siliziumtechnologien herstellbar ist. Die Forscher des CiS Institut für Mikrosensorik GmbH in Erfurt haben das einzusetzende Messprinzip bisher auf dem Gebiet der Photoplethysmographie in der Herz-Kreislauf-Diagnostik erfolgreich erprobt.

Der Gedanke, dieses Verfahren auch für die oximetrische Fundusdiagnostik zu nutzen, liegt nahe. Dabei spielen gerade Blutfluss und Sauerstoffversorgung des Augenhintergrundes eine zentrale Rolle. So sind Sauerstoffdefizite im Fundus einer der Hauptgründe für das Erblinden.

Nach den Erkenntnissen der Augenärzte der Haukeland Universitätsklinik erfolgt im klinischen Betrieb gegenwärtig keine Bestimmung der Sauerstoffsättigung im Augenhintergrund in Verbindung mit der Durchblutungsmessung.

So sind bei heutigen Messmethoden entweder die Platzierung von Sauerstoffelektroden im Auge als invasives Verfahren oder spektroskopische Untersuchungen erforderlich.

Der MORES®-Sensor bietet nach ersten Erkenntnissen im Gegensatz zu den bisher genutzten Verfahren die Möglichkeit, den retinalen Sauerstoffsättigungsgrad zu messen, insbesondere im Zusammenhang mit zentralen Netzhautverschlüssen.

Das internationale Forscherteam ist optimistisch und glaubt darüber hinaus, dass der Sensor in Zukunft zur diagnostischen Differenzierung verschiedener Augentumore eingesetzt werden kann und mehr Informationen über Melanome im Augenhintergrund liefern wird, als es mit bisherigen Methoden möglich ist.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung oder besuchen Sie uns auf der electronica 2006, Neue Messe München, Halle A2, Stand 328.

Kontakt:
CiS Institut für Mikrosensorik GmbH
Dr. Dietmar Starke
Konrad-Zuse-Str. 14
99099 ERFURT
Tel. 0361-6631474
Fax 0361-6631423
E-Mail: dstarke@cismst.de

Andreas Albrecht | idw
Weitere Informationen:
http://www.cismst.de/

Weitere Berichte zu: Augenhintergrund Mikrooptisch Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen
12.12.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

nachricht Meilenstein in der Kreissägetechnologie
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik