Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherer Kochen mit Pflanzenöl

03.11.2006
Ein speziell für Entwicklungsländer konzipiertes Kochgerät macht die Zubereitung von Speisen sicherer und umweltfreundlicher.

Der handliche Kocher verwendet erstmals herkömmliches, regenerativ produzierbares Pflanzenöl als Brennstoff und stößt im Gegensatz zu Holz und anderen fossilen Brennstoffen nahezu keine Schadstoffe aus. Der Kocher, der mit einem Preis von etwa 30 Euro für den Großteil der Bevölkerung erschwinglich ist, wurde erfolgreich auf den Philippinen getestet und wird jetzt in anderen Ländern eingeführt: In Tansania sind erste Geräte im Einsatz. In China und Indien laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.


Mehr als ein Drittel der gesamten Menschheit ist auf offene Kochstellen angewiesen. Vor allem in Entwicklungsländern verwenden die Menschen heute oft Holz an offenen Feuerstellen und setzen sich dadurch großen Gefahren aus. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich mindestens 1,6 Millionen Menschen an den Folgen. Die Nutzer atmen große Mengen Schadstoffe ein. Oft ziehen sich kleine Kinder schwere Verbrennungen zu. Zusätzlich haben massive Rodungen der Wälder nachhaltige Konsequenzen wie Erosionen oder die Ausbreitung der Wüsten. Dagegen sind ölhaltige Pflanzen wie Kokospalmen, Sonnenblumen oder Raps im Überfluss vorhanden. Deren Öl verbrennt schadstoffarm.

Das von der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte entwickelte Gerät Protos funktioniert wie ein Camping-Kocher: Hat der Nutzer mit einer Luftpumpe in einem mit Pflanzenöl gefüllten Tank einen Druck von bis zu drei Bar erzeugt, fließt das Öl durch eine Leitung in ein so genanntes Verdampferrohr am Brenner. Dort erhitzt es sich dank der Wärme der Kochflamme, verdampft und verbrennt schließlich. Die BSH wurde bei der Entwicklung unter anderem in einem Public-Private-Partnership-Projekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) unterstützt. (IN 2006.11.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.pflanzenoelkocher.de
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: BSH Brennstoff Pflanzenöl Schadstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten