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Vom Labor in die industrielle Serienproduktion

24.10.2006
Weltweit erste große CIS-Photovoltaik-Fabrik in Schwäbisch Hall - Erfolgreiche Kooperation von Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand

Die boomende Photovoltaik-Branche leidet derzeit am knappen Rohstoff Silizium. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung ZSW hat jetzt mit der Firma Würth Solar eine alternative Solarstromtechnik zur Industriereife gebracht.

Würth Solar startet am 27. Oktober die weltweit erste Großserienproduktion von CISSolarmodulen in einer eigens errichteten Fertigungsstätte in Schwäbisch Hall. Ab 2007 wird die Produktion eine Jahreskapazität von rund 15 Megawatt pro Jahr erreichen. CIS-Dünnschichtsolarmodule produzieren Strom ohne Silizium und versprechen wegen ihres geringen Materialverbrauchs eine starke Reduktion der Herstellkosten. Die siebenjährige Forschung wurde von Land, Bund und EU gefördert.

"Um Innovationen umzusetzen braucht man gute Ideen aus der Forschung, mutige Unternehmen mit Weitblick und eine stetige öffentliche Förderung", sagt Dr. Hansjörg Gabler, ZSW-Vorstand und Geschäftsbereichsleiter Photovoltaik. "Bei der CIS-Technologie war das vorbildhaft der Fall. Damit verfügt Würth Solar als deutsches Unternehmen über einen deutlichen Technologievorsprung."

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CIS-Solarzellen sind unabhängig vom Rohstoff Silizium, da ihr Halbleiter aus einer Kupfer-Indium-Gallium-Selen-Verbindung (CuInGaSe2) besteht. Er wird auf das Trägermaterial Glas gedampft, ist 100mal dünner als bei herkömmlichen Siliziummodulen und erreicht mit durchschnittlich 11,5% einen vergleichbaren Wirkungsgrad. Da die Technik erst am Anfang des Produktionszyklus steht, gehen Experten von weiter steigenden Wirkungsgraden und fallenden Herstellungskosten aus.

Das ZSW ist das führende deutsche Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Dünnschicht-Photovoltaik. Die weltweit erste Großserienproduktion von CIS-Dünnschichtmodulen erfolgt nach einem vom ZSW entwickelten Verfahren. Weitere Geschäftsbereiche des Instituts sind Brennstoffzellen und regenerative Kraftstoffe. Es erwirtschaftet mit 120 Beschäftigten einen Umsatz von rund 15 Millionen Euro - der Großteil stammt aus der Industrieforschung und von öffentlichen Auftraggebern.

Ansprechpartner Pressearbeit
Dr. Klaus Heidler Solar Consulting, Solar Info Center,
D-79072 Freiburg,
Tel. +49/761/70 72 53 0,
Fax +49/761/70 72 53 1,
info@solar-consulting.de
Ansprechpartner für inhaltliche Fragen
Dr. Hansjörg Gabler,
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg ZSW,
Industriestr. 6,
D-70565 Stuttgart,
Tel. +49/711/78 70-257,
Fax. +49/711/78 70-100,
hansjoerg.gabler@zsw-bw.de

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