Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hybridmotor: Große Batterien gefragt

16.10.2006
Forschungsprogramm auf der Suche nach Industrielösungen

Der Erfolg von Hybridfahrzeugen, die herkömmlichen Treibstoffantrieb mit elektrischer Energiezufuhr koppeln, hängt maßgeblich von der Entwicklung leistungsfähiger Lithium-Ionen-Batterien zusammen. Um die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft auf diesem Gebiet zu verstärken, ist nun an der Westfälischen Wilhems-Universität Münster eine neue Stiftungsprofessur für Angewandte Materialwissenschaften zur Energiespeicherung und Energieumwandlung ins Leben gerufen worden. Als Partner der europaweit einmaligen Professur fungieren die Degussa, Volkswagen sowie Chemetall http://www.chemetall.de .

Primäres Ziel der mit 2,25 Mio. Euro ausgestatteten Professur ist es, ein international wettbewerbsfähiges Forschungsprogramm auf dem Gebiet der Energiespeicherung großvolumiger Lithium-Ionen-Batterien zu etablieren. "Bei der Speicherung von Energie in großen Batterien, insbesondere für Anwendungen im Automobilbereich, ist die derzeitige Batterietechnologie bei weitem nicht ausreichend", meint Hannelore Gantzer, Pressesprecherin von Degussa, im Gespräch mit pressetext. Es gelte daher, die Energie- und Leistungsdichte derartiger Batterien weiter zu verbessern, aber auch die Sicherheit und Lebensdauer zu erhöhen.

In diesem Zusammenhang verwies Gantzer auf die Erfolge des eigenen Unternehmens auf diesem Gebiet. So hat Degussa zum Beispiel eine flexible keramische Membran entwickelt, die maßgeblich zur Leistungssteigerung und Sicherheit von großvolumigen Lithium-Ionen-Akkus beitragen. Experten gehen davon, dass nicht zuletzt aufgrund steigender Erdöl- und Treibstoffpreise der Trend derzeit eindeutig in Richtung Hybridantrieb geht. Durch den Einsatz entsprechender wiederaufladbarer Batterien könnte der Treibstoffverbrauch um bis zu 25 Prozent gesenkt werden, rechnen die Degussa-Experten.

Als Zeitraum der gestifteten Professur wurden zunächst fünf Jahre vereinbart. Die Universität hat aber bereits angekündigt, die Professur auch danach und in enger Kooperation mit der Industrie weiterführen zu wollen. Die Ansprüche an einen gestifteten Lehrstuhl seien gleich hoch wie bei einer "normalen" Professur, hieß es von seitens der Universität. Es gehe darum, innovative Ansätze und Umsetzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wenngleich der Forschungsauftrag in diesem Fall stärker anwendungsbezogen sei.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de
http://www.degussa.de
http://www.volkswagen.de

Weitere Berichte zu: Batterie Degussa Energiespeicherung Hybridmotor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Energieproduzierende Fenster stehen kurz bevor
23.02.2017 | University of Minnesota / Università degli Studi di Milano-Bicocca

nachricht Hauchdünn wie ein Atom: Ein revolutionärer Halbleiter für die Elektronik
23.02.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie