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Optimierter Wasser- und Energieverbrauch in Bädern

16.10.2006
Enorme Einsparungen beim Betrieb von Schwimmbädern ermöglicht ein neues Automatisierungskonzept von Siemens.

Das System EWO Pool optimiert den Wasser- und Energieverbrauch, indem es erstmals alle Teilprozesse in einem Bad zentral und aufeinander abgestimmt steuert. Für Bäder ergibt sich als realistische Richtgröße ein Einsparpotenzial von jährlich 25.000 bis 30.000 Euro.

Die Kosten für Heizung, Strom, Wasser und Abwasser machen in einem Schwimmbad rund 30 Prozent der Betriebskosten aus. Diese sind indes sehr unterschiedlich, ja nach Anzahl der Wasserbecken, Alter des Bades oder der eingesetzten Filtrations- und Reinigungstechnik. Die Experten von Siemens haben daher einen Fragebogen entworfen, den ein Badbetreiber ausfüllen kann. Anschließend werden die für ihn passenden Modernisierungsmaßnahmen ermittelt. Die Bausteine von EWO Pool zielen auf Regelungstechnik, Energietechnik, Membranfiltration und UV-Technik zur Desinfektion. So steuert das Teilsystem Depolox Pool je nach Verschmutzung der Becken die Zugabe von Desinfektions- und Flockungsmitteln.

Die Einheit Econ Pool regelt darauf aufbauend die Leistung der Umwälzpumpe, die fortwährend verbrauchtes Wasser durch Frischwasser ersetzt. Dabei kommen Frequenzumrichter zum Einsatz, die die Leistung eines Motors der tatsächlich gebrauchten Leistung anpassen und so bis zu 50 Prozent Energie sparen. Zusätzlich kann das System die Leistung der Umwälzpumpe nachts absenken, wenn niemand im Becken ist und das Wasser nicht verschmutzt wird. Auch diese Absenkung spart Energie.

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Ein weiterer Baustein von EWO Pool recycelt das Spülwasser: Mehrmals pro Woche reinigt die Badetechnik die Filter, in denen sich Haare, Schmutz oder Bakterien und Viren ansammeln, und spült sie mit großen Mengen Wasser sauber. Dafür entnimmt sie warmes Wasser aus dem Badebecken. EWO Pool fängt dieses Spülwasser auf und macht es mit Hilfe von Membranfiltern keimfrei. Diese ultradünnen Membranen halten sogar Viren zurück. Das Wasser wird dann wieder zum Baden verwendet. Damit fällt weniger Abwasser an, ebenso braucht das Bad weniger Frischwasser und spart Heizkosten, weil das recycelte Wasser nicht eigens erwärmt werden muss. (IN 2006.10.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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