Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschen für neue Alternativen der Energieversorgung

22.09.2006
Workshop am Weierstraß-Institut befasst sich mit der Modellierung von Brennstoffzellen

Es gibt sie schon, die schicken Autos, die mit Energie aus Brennstoffzellen fahren. Die kleinen Kraftwerke für Einfamilienhäuser, die Wärme und Strom per Brennstoffzelle liefern. Und auch winzige "Fuel Cells" für Camcorder oder Laptops hat man schon gesehen. Doch das alles sind nur Prototypen oder Spezialanfertigungen, eine industrielle Massenproduktion gibt es noch nicht.

Warum?

Am Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS) in Berlin fand jüngst der Workshop "Modelling and Simulation of PEM Fuel Cells" statt. PEM steht für Polymerelektrolytmembran und bezeichnet eine bestimmte Klasse von Brennstoffzellen, welche vorrangig für den mobilen Einsatz in Fahrzeugen und Kleingeräten entwickelt werden.

... mehr zu:
»Brennstoffzelle »Fuel »Methanol

Wie Jürgen Fuhrmann vom WIAS und Mario Ohlberger von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, zwei der Organisatoren des Workshops, erklären, gehören zu den Hauptproblemen der Preis und die Haltbarkeit der Membranen. In Wasserstoff-Brennstoffzellen entsteht flüssiges Wasser, das die Vorgänge in den Zellen beeinflusst. Das Wassermanagement muss verbessert werden. Werden die Brennstoffzellen mit Methanol betrieben, so kommen weitere Probleme, wie die unerwünschte Diffusion des Methanols durch die Membran, sowie die geringe Effizienz der bisher verwendeten Katalysatoren hinzu.

Um ein verbessertes Verständnis der Verhältnisse in der Brennstoffzelle zu erhalten, bietet es sich an, mathematische Modelle und numerische Simulationen zu benutzen. Damit lassen sich die einzelnen Teilprozesse in einen Gesamtzusammenhang bringen. Solche Modelle erlauben es, Auswirkungen des Einsatzes neuer Materialien und von Änderungen von Material- und Designparametern besser zu verstehen und zu quantifizieren. Sind sie einmal verifiziert und liegen ausreichend Daten vor, können diese Modelle benutzt werden, um optimale Parameter für die Auslegung der Zellen zu bestimmen.

Die Formulierung, Weiterentwicklung und Anwendung der mathematischen Modelle und der numerischen Simulationsverfahren war Gegenstand der internationalen Tagung, welche durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Netzwerke Grundlagenforschung erneuerbare Energien und rationelle Energieanwendung" geförderte Netzwerk "Wasserstoff- und Methanol-PEM-Brennstoffzellen" organisiert wurde. Neben den Vertretern der Teilprojekte dieses Netzwerks nahmen an dem Workshop auch Vertreter der Industrie und namhafte nationale und internationale Vertreter des Fachgebiets teil.

Für Nachfragen:
Dr. Jürgen Fuhrmann
Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik in Berlin
Tel.: 030 / 2 03 72-560
Mail: fuhrmann@wias-berlin.de
Dr. Mario Ohlberger
Mathematisches Institut, Abt. für Angewandte Mathematik, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761 / 203-5642
Mail: mario@mathematik.uni-freiburg.de

Josef Zens | idw
Weitere Informationen:
http://www.fv-berlin.de

Weitere Berichte zu: Brennstoffzelle Fuel Methanol

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Gut sortiert: Schüttgutanlagen werden klüger
30.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften
29.03.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE