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Clevere Finanzierung für neue Ampelanlagen

21.09.2006
Budapests Ampeln werden künftig nicht nur heller - sie entlasten auch die Stadtkasse und schonen die Umwelt. Zusammen mit einem ungarischen Verkehrstechnik-Spezialisten rüstet Siemens sämtliche Ampelanlagen der Hauptstadt mit Leuchtdioden (LED) aus.

Diese Halbleiterlichtquellen verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom, zudem strahlen sie heller im Vergleich zu herkömmlichen Lampen in Ampeln. Da LED bis zu 100.000 Betriebsstunden halten, müssen sie nur etwa alle zehn Jahre ersetzt werden - der übliche regelmäßige Wechsel entfällt.

Trotz hoher Investitionskosten kommen auf den Stadtkämmerer keine zusätzlichen Belastungen zu: Das Finanzierungsmodell verteilt die Kosten auf monatliche Raten, die kleiner sind als die Einsparungen durch den geringeren Stromverbrauch und die Wartungskosten. Das Projekt, das 2008 abgeschlossen sein soll, hat ein Volumen von 28 Millionen Euro. Siemens Financial Services (SFS) ist als Finanzierungspartner beteiligt.

Der turnusmäßige Austausch bisheriger 220-Volt-Lampen bedeutet für Budapest einen hohen Aufwand. Zudem ist das Leuchtsignal bei ungünstigem Lichteinfall nur schwer zu sehen. Die LED-Technik entspricht dagegen der höchsten Phantomklasse. Das bedeutet, dass die Leuchtdioden selbst bei grellem Sonnenschein noch gut zu erkennen sind. Das Konsortium aus Siemens und Vilati Kft. installiert insgesamt 33.000 Lichtsignalkammern sowie 250 Steuergeräte. Ein Wartungsvertrag bis 2016 gehört ebenfalls zum Projekt.

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In Deutschland finanziert SFS ähnliche Projekte, zum Beispiel in Freiburg: Dort erneuert Siemens zurzeit 53 Ampelanlagen. Allein mit den wegfallenden Wartungskosten und dem sinkenden Stromverbrauch um 350.000 Kilowatt verspricht sich die Stadt Einsparungen von jährlich 155.000 Euro sowie 240 Tonnen Kohlendioxid (CO2), die der Umwelt erspart bleiben. Insgesamt investiert Siemens hier 1,7 Millionen Euro. Ähnlich wie in Budapest erfolgt die Rückzahlung über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die jährliche Rate von 140.000 Euro ist geringer als die Summe der Einsparungen. Die Modernisierung ist somit aus dem laufenden Etat für Ampelanlagen zu stemmen. (IN 2006.09.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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