Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energietechnik: Leistungssteigerung von Turbinen und Klimaschutz

19.09.2006
Wissenschaftsstadt Dresden - Aktuelles aus der Forschung: Energie 2020

Je dichter der weltweite Flugverkehr, umso höher die Ansprüche an die Flugzeugbauer. Um steigende Standards von Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zu gewährleisten, müssen die Flugzeugbauteile ständig weiterentwickelt werden. Zu den Zielen der Flugzeughersteller gehört dabei die Reduktion des Treibstoffverbrauchs.

Erreicht werden kann dies unter anderem durch eine Erhöhung des Triebwerkswirkungsgrades, also der Effektivität des Triebwerks, was eine Steigerung der Temperatur am Turbineneintritt erfordert. Dies wiederum ist verbunden mit einer höheren Beanspruchung der Triebwerkskomponenten, wie beispielsweise der Turbinenschaufeln.

Herauszufinden, inwieweit sich die Belastung von Turbinenschaufeln ohne Sicherheitsverlust weiter steigern lässt, ist Gegenstand von Forschungsprojekten an der Technischen Universität Dresden (TUD). Untersucht wird hier unter anderem die Lebensdauer von Triebwerkskomponenten unter unterschiedlichen Bedingungen.

Die Beanspruchungen, denen Turbinen ausgesetzt sind, werden im Heißgasprüfstand des Instituts für Energietechnik nahezu realitätsgetreu simuliert. Dabei können Temperaturen bis zu 1.200 Grad Celsius erreicht und mechanische Belastungen bis zu 10 Tonnen herbeigeführt werden. Aus den gemessenen resultierenden Verformungen und Temperaturverteilungen lassen sich die gewünschten Aussagen zur Lebensdauer ableiten.

Ein weiterer Einsatzbereich von Gasturbinen sind Kraftwerke. Auch hier steigen die Anforderungen ständig. Die umweltschonende Produktion von Energie hat an dieser Stelle einen steigenden Eigenenergieverbrauch zur Folge. So kostet beispielsweise das Reinigen der Abgase und das Abspalten von CO2 zusätzliche Energie. Nur die Steigerung der Effektivität der Einzelanlagen garantiert hier eine zumindest gleichbleibende Effektivität des Kraftwerks gegenüber herkömmlichen Anlagen.

Kontakt:
Prof. Dr. Uwe Gampe
Institut für Energietechnik
Technische Universität Dresden
Helmholtzstraße 10
01069 Dresden
Tel: 0351 - 46 33 44 91
E-Mail: Uwe.Gampe@tu-dresden.de
Im Jahr seines 800. Jubiläums ist Dresden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft als "Stadt der Wissenschaft 2006" ausgezeichnet worden. Als vielfältigste Wissenschaftslandschaft im Osten Deutschlands verfügt Dresden über eine Infrastruktur von zehn Hochschulen, drei Max-Planck-, vier Leibniz- und elf Fraunhofer-Instituten. Hinzu kommen zahlreiche Transfereinrichtungen, Netzwerke, Kompetenzzentren sowie forschende Unternehmen. Mit der Reihe "Aktuelles aus der Forschung" möchte das Projektbüro "Stadt der Wissenschaft 2006" herausragende Projekte aus den Dresdner Wissenschaftseinrichtungen vorstellen und Ansprechpartner für die weitere Recherche bieten.

Susann Pfeiffer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dresden-wissenschaft.de

Weitere Berichte zu: Energietechnik Klimaschutz Turbine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Dünnschichtphotovoltaik: ZSW-Technologie erobert den internationalen Markt
24.01.2017 | Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

nachricht IT-Kühlung: So schaffen Kleinbetriebe den Sprung in die IT-Profiliga
23.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie