Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hightech-Solarboot reif für erste Atlantiküberquerung

18.09.2006
Schweizer Projekt will Potenzial erneuerbarer Energieträger aufzeigen

Ein Schweizer Team rund um den Verein Transatlantic21 hat angekündigt, erstmals den Atlantik mittels eines Solarbootes überqueren zu wollen. Der Rekordversuch wird Anfang Dezember im spanischen Sevilla starten und führt über die Kapverden in die Karibik und nach Florida. Läuft alles wie geplant, soll das Boot an der amerikanischen Küste entlang nach New York fahren, wo es nach rund 7.000 Seemeilen im Frühling 2007 erwartet wird. Den Projektverantwortlichen zufolge will man mit der Aktion zeigen, dass die Zeit für den Einsatz erneuerbarer Energieträger auch in der Schifffahrt reif ist.


Solarboot setzt zu Atlantik-Überquerung an (Foto: transatlantic21.ch)

"Was die Energieversorgung betrifft, stehen wir vor der größten Herausforderung, die es je gegeben hat. An einer Umstellung hin zu erneuerbaren Energieträgern wird kein Weg vorbeiführen", meint Martin Vosseler, einer der Projektinitiatoren und Präsident von Transatlantic21, im Gespräch mit pressetext. Mit dem solarbetriebenen Boot wolle man zeigen, dass die Technik längst reif für diesen Umstieg sei und auch einer praktischen Umsetzung im Prinzip nichts im Wege stehe. Vosseler zufolge könnten bereits jetzt ein Großteil der zunehmenden Gütertransporte und der Freizeitboote mit erneuerbarer Sonnenenergie betrieben werden.

Für den Bau des Hightech-Katamarans zeichnet die Firma MW-Line verantwortlich, dessen Geschäftsführer Mark Wüst bereits für die Expo 2002 funktionsfähige Solarkatamarane entwickelt hat. Der Bau des mit Solarzellen, Batterien und Elektromotoren ausgerüsteten Katamarans, der für den Weltrekordversuch vorgesehen ist, ist bereits abgeschlossen. Das Solarschiff ist 14 Meter lang und sechs Meter breit und integriert eine 13 mal 6,5 Meter große Solarpanelfläche. Die Leistung der Module beträgt zehn Kilowatt und soll zwei kleine Elektromotoren sowie die ebenfalls integrierten Batterien mit Energie versorgen. Das Fassungsvermögen beträgt fünf bis sechs Personen für die Überfahrt. In Küstennähe sollen rund 20 Gäste zusätzlich an Board genommen werden. Die Reisgeschwindigkeit gab MW-Line mit sechs Knoten pro Stunde (zwölf km/h) an.

"Neben dem genialen Prinzip der Photovoltaik, eine unerschöpfliche Energiequelle anzuzapfen, ist vor allem die Wirkungseffizienz zukunftsweisend", ist Vosseler überzeugt. So betrage der Wirkungsgrad der verwendeten Elektromotoren zwischen 80 und 90 Prozent im Vergleich zu herkömmlich eingesetzten Benzinvergasern, die es gerade einmal auf zehn bis 20 Prozent brächten. Auch die Kostenfrage wollen die Projektverantwortlichen nicht als Argument gelten lassen. Mit den voraussichtlich rund 700.000 Franken, die für die Herstellung veranschlagt wurden, bewege man sich genau im Rahmen herkömmlichen Schiffbaus. Auch müssten die billigeren Unterhaltskosten berücksichtigt werden, da Treibstoffkosten komplett wegfallen würden, so Vosseler.

Martin Stepanek | pressetext.schweiz
Weitere Informationen:
http://www.transatlantic21.ch
http://www.mwline.ch

Weitere Berichte zu: Elektromotor Energieträger Hightech-Solarboot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Tierschutz auf hoher See
17.01.2017 | Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg

nachricht Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht
16.01.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau