Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Effizientere Solarzellen herstellen

10.08.2006
Solarzellen müssen effizienter und preiswerter werden, damit sie sich besser mit den traditionellen, nicht erneuerbaren Energieressourcen messen können. Forscher in Spanien und Deutschland haben wichtige Schritte unternommen, um dieses Ziel zu erreichen.

Solarzellen, die aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS - Copper Indium Gallium diSelenide) bestehen, wirken erheblich effizienter beim Umwandeln von einfallendem Sonnenlicht in Elektrizität als herkömmliche Zellen, die aus amorphem Silizium (a-Si) gefertigt sind. Das Problem jedoch ist, dass sie beträchtlich teurer in der Herstellung sind.

Zwei spanische (CIEMAT und INASMET) und zwei deutsche (IPE and ZSW) Organisationen, die sich auf die Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien konzentrieren, haben ihre Ressourcen und ihr Wissen vereint, um sich dieser Herausforderung zu stellen.

Ein Teil ihrer Forschungsarbeit konzentrierte sich auf die verschiedenen Behandlungsmethoden von Metallen, die als Trägermaterial für die CIGS-Schichten verwendet werden. Je glatter das Metall ist, umso besser. Es wurden verschiedene Verfahren einschließlich dem elektrochemischen und dem mechanischen Polieren sowie der Ablagerung von SiOx an zwei Metallen getestet: ferritischem Chromstahl und Titan.

... mehr zu:
»CIGS-Schicht »Metall »Solarzelle

Die entstandenen Metallfolien wurden im Hinblick auf ihre Glätte getestet. Dabei wurden Analysemethoden basierend auf Atomskalen, wie die Rasterelektronenmikroskopie (REM), die Rasterkraftmikroskopie (RKM) und die Sekundär-Ionenmassenspektronomie, (SIMS) angewandt. Die Ergebnisse der Analyse zeigen an, dass das mechanische Polieren vorzuziehen ist.

Die spanischen und deutschen Wissenschaftler haben auch die Effektivität des Aufsetzens von dielektrischen und leitfähigen Schichten auf die Oberfläche der Metallfolien untersucht, um die Verschmutzung der CIGS-Schicht durch metallische Trägermaterialien zu hemmen. Das Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit ist eine neue chemische Behandlungsmethode, die schädliche Elemente entfernt, bevor sie destruktive Grade erreichen. Die Unternehmensvereinigung versucht diese Forschungsarbeit weiter auszuweiten, um die CIGS-Technologie schließlich gegenüber dem a-Si-Verfahren wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu machen.

Dr. José Herrero Rueda | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ciemat.es

Weitere Berichte zu: CIGS-Schicht Metall Solarzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Körperenergie als Stromquelle
22.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht „Cool“ bleiben im Büro: Wasser als Kältemittel im Alltag bald vor Durchbruch?
22.08.2017 | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Quantenlineal für Biomoleküle

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Prostatakrebs: Bluttest sagt Tumorresistenz vorher

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

IVAM-Marketingpreis würdigt zum zehnten Mal überzeugendes Technologiemarketing

22.08.2017 | Förderungen Preise