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2006 - das „EnBW-Wasserkraft-Jahr“ Das Karlsruher Unternehmen investiert in C02-freien Strom

15.08.2006
Wasser ist die wichtigste regenerative Energiequelle Deutschlands. Der Nutzung hat sich die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) konsequent verschrieben und 2006 zum „EnBW-Wasserkraft-Jahr“ erklärt.
Die Vorteile liegen auf der Hand:

• Wasserkraft benötigt keine Primärenergieträger (Kohle, Öl oder Gas).

• Sie ist unabhängiger vom Wetter als Sonnen- und Windenergie.

• … und das Wichtigste: Wasserkraft produziert kein Kohlendioxid!

„Insbesondere mit Blick auf den Klimaschutz werden wir weiterhin alles daran setzen, das reichlich vorhandene Wasserkraftpotenzial in Baden-Württemberg optimal zu nutzen“, so EnBW-Technikvorstand Prof. Dr. Thomas Hartkopf zum Engagement seines Unternehmens für CO2-freien Strom.

Für zahlreiche Wasserkraftwerke, wie Rheinfelden und Iffezheim am Rhein sowie Ohrnberg am Kocher, stehen umfangreiche Umbaumaßnahmen an, gleichzeitig liegen Pläne für Neubauten in Kehl, Breisach und Esslingen auf dem Tisch bzw. befinden sich seit Juli 2006 bereits in Umsetzung. Mit allen Maßnahmen wird die EnBW in Baden-Württemberg eine Leistung von fast 400 MW installieren, die fast 1,5 Millionen Menschen mit kohlendioxidfreiem, regenerativem Strom beliefert.

Ein Beispiel für das Engagement der EnBW – das Flusskraftwerk Rheinfelden
Die EnBW investiert in den Neubau des Flusskraftwerks Rheinfelden, das als „Wiege der Wasserkraft“ in einem Gebiet mit starker Industrieansiedelung und damit erhöhtem Energiebedarf gilt.

Strom aus Wasserkraft wird in Rheinfelden an der deutsch-schweizerischen Grenze zwischen Bodensee und Basel seit über 100 Jahren gewonnen. Begünstigt wird die Lage durch das große Fliessgefälle auf kurzer Distanz.

Ältestes Flusskraftwerk Europas

Das Wasserkraftwerk Rheinfelden ging 1898 in Betrieb und gilt damit als „Pionier in der europäischen Stromerzeugung aus regenerativen Energien“ und Keimzelle des wirtschaftlichen Aufschwungs. Seitdem liefert es eine gleichbleibende Menge Energie: 25,7 Megawatt. Doch der Rhein hat mehr Kraft. Mit neuer Technologie läßt sich die 4-fache Menge Energie erzeugen. Deswegen investiert die EnBW in einen Umbau des Flusskraftwerks. Bis es in Betrieb genommen wird, verrichtet das alte Kraftwerk weiter seinen Dienst.

Der Neubau – „eine Investition für ein Jahrhundert“ (Prof. Dr. Utz Claassen)
Der bis 2010/11 in Etappen geplante Neubau ist derzeit das bundesweit größte Bau- und Investitionsvorhaben im Bereich regenerativer Energie. Das Kernstück des neuen Kraftwerks werden vier Rohrturbinen mit je 25 Megawatt Leistung sein. Das bedeutet: Die Leistung steigt insgesamt um das Vierfache auf 100 Megawatt. Damit könnten bis zu 165.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Das entspricht in etwa der Leistung von 300 Windanlagen. Auch aus ökologischer Sicht lohnt sich der Neubau: Ein Kohlekraftwerk derselben Leistung würde im Jahr 600.000 Tonnen Kohlendioxid ausstoßen.

Trotz aller umweltschonenden Maßnahmen bleibt das Kraftwerk jedoch eine Großanlage, die sich in die Umgebung einfügen und den Lebensraum Fluss, in den sie eingreift, nicht zerstören darf. Diesem Vorhaben trägt die EnBW mit BUND und NABU Rechnung: Der Neubau gilt auch bei Umweltschutzorganisationen aufgrund der eingeplanten Umgehungsgewässer für Fische und andere Lebewesen in und am Gewässer als ökologisch vorbildlich.

Freie Bahn für Fische in den Wasserkraftwerken der EnBW

Eine Fischaufstiegsanlage – auch Fischpass genannt – ist ein künstliches Gewässer um ein Wasserkraftwerk herum. Fische können so in den Flussabschnitt oberhalb des Kraftwerks gelangen, was aufgrund der Wehranlage ansonsten nicht möglich wäre. Das ist wichtig – denn die meisten Flusslebewesen müssen zur Nahrungssuche und zum Ablaichen im Fluss „wandern“.

Mit den Wasserkraftwerken in Iffezheim und Kiebingen, bei denen besonders große Fischaufstiegsanlagen erfolgreich betrieben werden, übernimmt die EnBW bereits ökologische Verantwortung. Auch in Rheinfelden werden zwei Fischaufstiegsanlagen sowie ein 800 Meter langes Umgehungsgewässer gebaut, so dass selbst Lachse zum Laichen in den Strömungsgewässern ideale Bedingungen vorfinden werden.

Weitere Informationen zur Technik des Wasserkraftwerks Rheinfelden und den Etappen des Umbaus finden Sie hier:

• EnBW-Sponsoring www.enbw.com/content/de/magazin/verstehen/energielexikon/wasserkraftwerk/
index.jsp;jsessionid=1AFC8CD0ED0280D256673BE7D69FC8A6.nbw04


• Geschichte & Technik Rheinfelden
www.naturenergie.de/pages/inhalt/unsere_quellen/quellen_silber/rheinfelden.htm

• Neubau Rheinfelden
www.energiedienst.de/site/DE/int/01-privatkunden/container-privatkunden.php

Dorota Zacirka | EnBW
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

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