Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sensor passt Displaybeleuchtung automatisch an

26.07.2006
Osram Opto Semiconductors hat einen neuen Sensor entwickelt, der die Beleuchtung von Displays automatisch an das Umgebungslicht anpasst.

Die Besonderheit an dem Umgebungslichtsensor: Den Experten des Optohalbleiterherstellers gelang es erstmals, die Empfindlichkeitskurve des menschlichen Auges exakt nachzubilden. Damit können Displays noch besser als bisher auf die aktuellen Lichtverhältnisse eingestellt werden. In Displays von Notebooks oder Computern kann der Sensor damit dem Ermüden der Augen vorbeugen, wie es bei zu hellen Displays in dunklen Räumen rasch eintritt.


Das Auge hat seine maximale Lichtempfindlichkeit bei 560 Nanometern Wellenlänge, das entspricht einem ins Grüne tendierenden Gelb. Genau bei dieser Farbnuance ist auch der Sensor SFH 5711 am empfindlichsten. Dies verdankt er einem neuen Halbleitermaterial, das die Siemens-Tochter Osram patentiert hat. Bisher wurde für solche Sensoren Silizium verwendet.

Der Sensor kommt im Herbst auf den Markt. Er ist nur wenige Millimeter groß und hat eine Versorgungsspannung von 2,3 bis 5 Volt. So kann er in mobilen Geräten und auch im Auto eingesetzt werden. Er macht Handy-Displays nicht nur bei heller Umgebung besser ablesbar, sondern verlängert auch die Akkulebensdauer, weil die Displaybeleuchtung nur bei Bedarf die volle Leistung hat. Der Sensor erfasst einen sehr großen Helligkeitsbereich, etwa einer beleuchteten Straße bei Nacht bis hin zu taghell.

... mehr zu:
»Display »Displaybeleuchtung »Sensor

Ein Computerdisplay kann seine Leuchtstärke damit im Laufe der Helligkeitsveränderungen während eines Tages automatisch anpassen. Im hellen Mittagslicht leuchtet das Display dann stärker als an einem Winternachmittag; es sind aber auch andere Einstellungen möglich. Eine umgekehrte Funktion übernimmt der Sensor in Autoscheinwerfern: Hier misst er das Umgebungslicht und schaltet die Scheinwerfer automatisch an, etwa wenn der Fahrer in einen Tunnel fährt oder bei Einbruch der Dämmerung.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: Display Displaybeleuchtung Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neuro-Robotik ermöglicht Querschnittsgelähmten selbstständig zu essen
07.12.2016 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie