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Auf dem Weg zur Qualitätssicherung für feste Biobrennstoffe

19.07.2006
Die intensivierte Nutzung von Biobrennstoffen zur Energieversorgung hat dazu geführt, dass eine Vielzahl von Biobrennstoffen in Betracht gezogen wird, ohne dass deren Eignung hinsichtlich der thermischen und chemischen Umwandlung ausreichend untersucht wurde. Um den Handel mit Biobrennstoffen auf einer europaweiten Ebene zu fördern, wurde im Rahmen des BIONORM-Projekts an der Erstellung von Normen gearbeitet.

Das bestehende Potenzial der Biomasse als eine erneuerbare Energiequelle kann erheblich zur Wahrung der natürlichen Umwelt in den kommenden Jahren sowie zur Entwicklung ländlicher Regionen beitragen. Die "Gesetze des Marktes" stellen die wichtigste Grundvoraussetzung für die Stärkung des Marktdurchdringens der Technologien dar, die von erneuerbaren Energiequellen Gebrauch machen. Solche Normen werden benötigt, um klar abgegrenzte Eigenschaften und Qualität in Bezug auf die Biobrennstoffe sicherzustellen, die gehandelt und als Energieträger gesehen werden.

Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen eines derzeit laufenden europäischen Standardisierungsprozesses derartige "Marktgesetze" für die allumfassende Versorgungskette fester Biobrennstoffe entwickelt. Das Ziel des von der EU finanzierten BioNorm-Projekts ist es, Normen für die Stichprobenversuche sowie die Testmethoden hinsichtlich der physikalisch-mechanischen Brennstoffeigenschaften herauszuarbeiten. Somit zielt es darauf ab, einen Beweis zu liefern, wenn die festgelegten Schlüsseleigenschaften erfüllt sind.

Der deutsche Projektpartner, das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, konzentrierte sich auf die Begutachtung der wirkungsvollsten Verfahren, die im Hinblick auf die Standardisierung der Eigenschaften fester Biobrennstoffe angewandt wurden. Angesichts der unterschiedlichen Schritte im Ablauf - von der Bearbeitung über den Transport bis hin zum endgültigen Umwandlungsprozess - sind die Kenntnisse über die Lebensdauer gereinigter Brennstoffe aus Biomasse und deren Partikeldichte sowie deren Asche-Schmelz-Verhalten in Bezug auf die Produktspezifizierungen von äußerster Wichtigkeit.

Zu diesem Zweck wurden verschiedene Verfahren bei verdichteten festen Biobrennstoffen auf einer Element-für-Element-Grundlage und hinsichtlich einer genauen Bestimmung der physikalischen Qualität des Brennstoffs getestet.

Die nächsten Schritte sind die Optimierung und Überprüfung der aussichtsreichsten Methoden. Diese werden das Ergebnis der Untersuchung sein. Als Teil eines größeren Rahmenwerks werden die Richtlinien zur besten Vorgehensweise für die Bereitstellung fester Biobrennstoffe mit festgelegten Brennstoffqualitäten die Grundlage für die Erstellung entsprechender Normen bilden.

Dr. Hans Hartmann | ctm
Weitere Informationen:
http://www.tfz.bayern.de

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