Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Baron Münchhausen fliegt mit neuer Steuerungstechnik durch die Lüfte

20.06.2006
Studenten der Fachhochschule Südwestfalen sorgen für moderne Ton- und Steuerungstechnik im Hagener Märchenwald

Auf den ersten Blick ist alles unverändert: Auf Knopfdruck fliegt Baron Münchenhausen durch die Luft, die Bremer Stadtmusikanten erzählen ihre Geschichte, die kleine Eisenbahn dreht unverdrossen ihre Runden und mittendrin Eltern und Kinder, die sich an der Idylle des Hohenlimburger Märchenwaldes erfreuen.

Für die Augen und Ohren der Besucher verborgen, hat sich jedoch hinter den Kulissen seit letzter Woche einiges verändert. Die 33 Märchenstationen werden von einer neuen Ton- und Steuerungstechnik mit Leben erfüllt. "Die bisherige Technik", berichtet Ulrich Mönkemöller, Eigentümer des Märchenwaldes, "entsprach nicht mehr dem technologischen Stand und bot auch keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr".

Gut, dass der Hagener Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik immer auf der Suche nach praktischen Projektarbeiten für seine Studierenden ist. Prof. Dr. Norbert Drescher und Dipl.-Ing Eckard Fahr waren sofort für die technische Erneuerung des Märchenwaldes zu begeistern. Spontan fanden sich auch vier Studenten, die im Sommer letzten Jahres das Konzept entwickelten und einen ersten Prototyp bauten. Einer davon ist Stefan Bimberg, der anschließend im Rahmen seiner Diplomarbeit die endgültige Steuerung realisierte.

... mehr zu:
»Steuerungstechnik

Zum Einsatz kommen jetzt kleine Steuereinheiten, die autonom bis zu sechs Stationen im Märchenwald steuern. Jede Steuereinheit ist dazu mit einem kleinen mController ausgestattet, der die Taster und Sensoren der Stationen abfragt und die Motoren der Stationen entsprechend steuert. Jede Einheit besitzt darüber hinaus drei MP3-Player für die Vertonung, die vom mController ebenfalls gesteuert werden. Alle Steuerungseinheiten sind mit einem PC verbunden, der für die Überwachung und Wartung der Anlage zuständig ist.

"Zwei bis drei Wochen werden wir noch für den letzten Schliff benötigen, insbesondere müssen wir beobachten, wie sich die Anlage bei unterschiedlichen Temperatureinflüssen verhält" vermutet Stefan Bimberg, für den der Märchenwald in den letzten Wochen zum zweiten Zuhause geworden ist. So manche Stunde ging für die Verkabelung und für die Testphase drauf.

Der Einsatz hat sich gelohnt, die neue Anlage funktioniert. "Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule war hervorragend" lobt Ulrich Mönkemöller " mit solch einem Engagement von allen Beteiligten hatte ich nicht gerechnet".

Für die Zukunft hat Mönkemöller noch viel vor: "Wir möchten die einzelnen Stationen interaktiver gestalten und eigene MP3-Dateien zusammenstellen". Auch Märchen in englischer Sprache kann er sich durchaus vorstellen. Auf die Unterstützung der Fachhochschule Südwestfalen kann er jedenfalls auch bei den nächsten Projektschritten bauen.

Birgit Geile-Hänßel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-swf.de/

Weitere Berichte zu: Steuerungstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise