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Neue Möglichkeiten mit neuer Brennstoffzellentechnik

06.06.2006


Die Neuorientierung des europäischen Energiebedarfs in Richtung alternativer Energiequellen ist eine Herausforderung. Mit den technischen Erfordernissen bei diesem Vorhaben wird sich teilweise im Rahmen des EU-finanzierten Projekts APOLLON beschäftigt.


Die Partner des APOLLON-Projekts hatten sich die Entwicklung von neuartigen Polymerbrennstoffzellen auf der Grundlage von Wasserstoff und/oder Methanol zum Ziel gesetzt. Es ging vor allem um die Herstellung von effizientem Elektrodenmaterial und preiswerten Polymerelektrolytmembranen (PEM). Insbesondere sollten die neuen Materialien einen Betrieb der Brennstoffzellen bei Temperaturen von über 150ºC ermöglichen.

Die PEM-Brennstoffzellen können eine hohe Leistungsdichte bieten sowie mobil und auch stationär betrieben werden. Durch die im Rahmen des APOLLON-Projekts entwickelte neue Technologie könnten die PEM-Brennstoffzellen flexibler für Anwendungen und Temperaturbereiche sein. Katalysatoren sind ein wichtiger Bestandteil aller PEM-Brennstoffzellen, schränken diese durch ihre Empfindlichkeit gegenüber Umweltbedingungen wie Temperatur und Kohlenmonoxidkonzentration jedoch auch stark ein.


Die Entwicklung neuer Katalysatorenstoffe war ein erster Schritt bei der Erarbeitung innovativer PEM-Brennstoffzellen. Die Forscher wendeten ein Nanoteilchen-Kolloidalverfahren für die Präparation eines Katalysators an. Daraus ergaben sich neue Katalysatorenstoffe mit einer stark verbesserten thermischen Stabilität.

Die kolloidalen Nanoteilchen sind zur Streuung in verschiedenen Lösungsmitteln geeignet; der entsprechende kolloidale Katalysator kann entsprechend den Vorgaben der Forscher die gewünschten Merkmale annehmen. Das Vorläuferkonzept für die Synthese eines im Rahmen von APOLLON entwickelten Katalysators ermöglicht eine flexible Gestaltung der Eigenschaften des Katalysators, was für die Herstellung günstig ist.

Die Wissenschaftler suchen nach weiterer Unterstützung für ihre Forschung und Entwicklung, um diese Arbeiten fortführen zu können und das Potenzial in verschiedenen Anwendungen zu testen.

Prof. Helmut Boennemann | ctm
Weitere Informationen:
http://www.fzk.de

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