Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni Stuttgart an EU-Projekt UpWind beteiligt: Windkraft soll konkurrenzfähiger werden

09.05.2006


Die Windenergie verzeichnet auf dem Weltmarkt jährliche Zuwachsraten von über 25 Prozent. Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, startete im April das EU-Forschungsprojekt UpWind. Ziel ist es, die Konkurrenzfähigkeit der Windkraft gegenüber anderen Energieträgern weiter zu erhöhen. Hierzu sollen bestehende Technologien weiterentwickelt sowie innovative technische Möglichkeiten und Entwurfsmethoden untersucht werden. Die Universität Stuttgart ist an vier der 15 Arbeitspakete maßgeblich beteiligt. Insgesamt wirken an dem Forschungsvorhaben über 40 Partner aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie mit.



Prof. Martin Kühn, Inhaber des Stiftungslehrstuhls Windenergie (SWE) am Institut für Flugzeugbau der Uni Stuttgart koordiniert das Arbeitspaket "Offshore Foundations and Support Structures". Hierbei werden innovative und kostengünstige Tragstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen sowie Methoden für den integrierten Entwurf der Tragstruktur und des Rotor-Gondel-Systems untersucht, wozu beispielsweise auch die maschinenbaulichen Komponenten gehören. Mittel- und langfristig soll hierdurch die Installation von Offshore-Windparks im Raum der EU sowie auf anderen Märkten in großem Maßstab ermöglicht werden. Prof. Kühn kann auf langjährige Erfahrungen in der Offshore-Windenergie, sowohl in Industrie als auch Forschung, zurückblicken.



Auch an dem Teilprojekt "Training and Education" ist der SWE beteiligt. Hierbei sollen bestehende Konzepte in der Lehre sowie die zukünftigen Forschungsergebnisse des UpWind-Projekts aufbereitet und in einheitliche, modulare Lehrkonzepte integriert werden, die Studierenden, Doktoranden und Praktikern den neuesten Stand der Forschung und Technologie vermitteln.

Anpassungsfähige Rotorblätter

Neue Ansätze im Bereich der Rotorblätter stehen im Mittelpunkt des Arbeitspaketes "Smart Rotor Blades and Rotor Control", an dem das Institut für Aerodynamik und Gasdynamik (IAG) der Uni Stuttgart mit seiner langjährigen Erfahrung im Bereich der Aerodynamik und Aeroakustik von Windturbinen beteiligt ist. Ziel ist die Entwicklung und Vermessung neuer, lärmarmer und leistungsfähiger Profilschnitte, die in adaptiven Rotorblättern zum Einsatz kommen. Bei solchen adaptiven Rotoren werden die Strömungsverhältnisse durch geometrische Veränderung der Profilform oder durch direkte Beeinflussung der Strömung während des Blattumlaufs kontinuierlich angepasst und optimiert. Hiervon verspricht man sich eine Steigerung der Leistung, eine Reduktion der Lärmemission sowie eine effiziente Lastenkontrolle und den Abbau von Lastspitzen.

Das IAG ist darüber hinaus am Arbeitspaket "Aerodynamics and Aeroelastics" beteiligt, in dem numerische Berechnungsmethoden für aerodynamische, aeroakustische und aeroelastische Simulationen weiterentwickelt und für den Entwurf und die Analyse der innerhalb des Gesamtvorhabens betrachteten Windturbinen eingesetzt werden.

Weitere Informationen bei:
Prof. Martin Kühn, Stiftungslehrstuhl Windenergie am Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart, Tel. 0711/685-68258, e-mail: kuehn@ifb.uni-stuttgart.de, Dr. Thorsten Lutz, Institut für Aerodynamik und Gasdynamik der Universität Stuttgart, Tel. 0711/685-63406, e-mail: lutz@iag.uni-stuttgart.de.

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de/windenergie/
http://www.iag.uni-stuttgart.de

Weitere Berichte zu: Aerodynamik Rotor UpWind Windenergie Windkraft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE