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Bio-Sprit aus Gentech-Mais

07.04.2006


Ethanol könnte 30 Prozent des US-Bedarfs decken


Switchgrass: Der Treibstoff der Zukunft?



Schon in naher Zukunft werden sich pflanzliche Treibstoffe als Alternative zu Benzin etablieren. Forscher glauben, dass Ethanol bis zu 30 Prozent des US-Treibstoffbedarfes decken und somit die Abhängigkeit von Öl damit erheblich reduzieren könnte. Mais dient bereits heute als Ethanol-Quelle. Im Standard-Produktionsprozess werden allerdings nur die Maiskörner verwendet. Eine Verwendung der gesamten Maispflanze würde die Ethanol-Menge deutlich erhöhen. Derzeit ist dieser Vorgang jedoch noch zu teuer. Ähnliches gilt auch für Switchgrass, eine in Nordamerika heimische holzige Grassorte, die bis zu 2,70 Meter hoch wachsen kann.

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Derzeit nutzen Ethanol-Produzenten Enzyme, um aus den Maiskörnern einfachen Zucker zu generieren, der daraufhin in Ethanol umgewandelt wird. In Maisstängeln und Blättern steckt der Zucker allerdings in der Zellulose. Um die Zellulose in einfachen Zucker herunterzubrechen, bedarf es eines längeren Aufarbeitungsprozesses. In den USA konzentrieren sich nun verschiedene Unternehmen, beispielsweise das Start-Up Agrivida aus Cambridge in Massachusetts, darauf, die Maispflanzen mit Hilfe neuer Gene zu einer billigeren und einfacher zu verarbeitenden Ethanol-Quelle zu machen. Sie wollen dem Mais Gene zusetzen, damit dieser Enzyme produziert, die die Zellulose leichter ersetzen können. Die Folge wäre eine wesentlich leichtere Zuckerproduktion.

Mit Hilfe dieser neuen Gene würden sich die Produktionskosten um bis zu 50 Prozent reduzieren lassen. Nach einiger Zeit sollte es außerdem möglich sein, diesen Prozess an Switchgrass anzupassen. Der Vorteil von Switchgrass wäre, dass ein halbes Hektar Land etwa viermal so viel Masse produziert als Mais und leichter anzubauen wäre. Es wird allerdings noch dauern, bis Treibstoff aus Switchgrass oder der gesamten Maispflanze verwendet werden kann, denn bisher bestehen die Enzyme nur auf dem Computer.

Reanne Leuning | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.agrivida.com

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