Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungszentrum Karlsruhe setzt den Schwerpunkt auf den Energiebereich

24.02.2006


Staatssekretär Rachel: "Wichtige strategische Ausrichtung"



Mit der Konzentration auf innovative Technologien für die grundlastfähige Energieerzeugung leistet das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft wesentliche Beiträge zum Energieforschungsprogramm der Bundesregierung.



Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit sind die Kriterien, nach denen die Schwerpunkte des Forschungszentrums aufgebaut sind. Erneuerbare Energien, nukleare Sicherheitsforschung, Kernfusion und rationelle Energieumwandlung sind die Themen, die dazu - auf sehr unterschiedlichen Zeitskalen - beitragen.

"Die vom Forschungszentrum Karlsruhe angestrebte stärkere Fokussierung auf seine Kernkompetenzen halte ich für wichtig, um die internationale Sichtbarkeit des Forschungszentrums zu erhöhen. Ich begrüße die Pläne des Forschungszentrums Karlsruhe, künftig einen deutlichen Schwerpunkt auf die Energieforschung zu legen", erklärte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Rachel bezog sich dabei auf die neue strategische Ausrichtung des Forschungszentrums Karlsruhe: Im Fokus stehen die Themen Energie, Atmosphärenforschung, Nano- und Mikrotechnologie sowie Struktur der Materie.

Besondere Herausforderungen an die Energieforschung ergeben sich aus dem global rasch wachsenden Energiebedarf, der bereits heute sichtbaren Erdölverknappung sowie der besonders für Deutschland bestehenden Importabhängigkeit. Deshalb hat das Forschungszentrum Karlsruhe sein Forschungs- und Entwicklungsprogramm auf innovative Technologien für die grundlastfähige Energieversorgung ausgerichtet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Technologien, die kurz-, mittel- oder langfristig das Potenzial haben, größere Anteile zur Energieversorgung zu leisten. Langfristiges Ziel ist die signifikante Substitution fossiler Energieträger.

Die einzelnen Bausteine sind:

Erneuerbare Energien: Hier steht die wirtschaftliche Nutzung von Biomasse und anderer anthropogen erzeugter Massenströme zur Erzeugung von Kraftstoffen und Strom im Mittelpunkt.

Nukleare Sicherheitsforschung: Die Sicherheit von Kernkraftwerken und der nuklearen Entsorgung sind zentrale Themen der Nutzung von Kernenergie. Dazu gehört auch die Reduzierung der Radiotoxizität radioaktiver Abfälle durch Transmutation.

Kernfusion: Mit der Entscheidung für den Bau von ITER sind nun die technologischen Aspekte der Kernfusion in den Vordergrund gerückt. Hier gehört das Forschungszentrum Karlsruhe zu den weltweit führenden Einrichtungen und wird sich an der Errichtung von ITER maßgeblich beteiligen.

Rationelle Energieumwandlung: Die Wirtschaftlichkeit des Energieversorgungssystems kann durch innovative Technologien, beispielsweise den Einsatz von Supraleitern, neuen Materialien der Nano- und Mikrotechnologie oder verbesserter Kraftwerkstechnik erhöht werden. Für eine verbreitete Nutzung der Wasserstofftechnologie sind Erzeugung, Speicherung und Sicherheit zentrale Probleme.

"Ich begrüße die große Breite der energierelevanten Themen, die hier bearbeitet wird. Damit leistet das Forschungszentrum Karlsruhe wesentliche Beiträge zur künftigen Sicherung unserer Energieversorgung", sagte Thomas Rachel.

Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Im Jahr 2005 wurde das Forschungszentrum Karlsruhe mit einer Grundfinanzierung von 235 Mio. Euro von Bund und Ländern im Verhältnis 90 zu 10 gefördert.

| BMBF - Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Energieversorgung ITER Mikrotechnologie Sicherheitsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie