Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ultradünne Solarzellen sorgen für heißes Wettrüsten

21.02.2006


EU fiebert mit USA und Japan um technologische Vorreiterschaft


Ultradünne Solarzelle auf Titanfolie



Die Kostensenkung von Solarzellen gilt als die zentrale Herausforderung der modernen Photovoltaik. Um gegenüber den USA und Japan beim Kampf um die technologische Vorreiterschaft die Oberhand zu behalten, hat die Europäische Union gestern, Montag, das Forschungsprojekt ATHLET gestartet. Gemeinsam wollen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus elf Ländern damit die Entwicklung von Solarzellen der zweiten Generation vorantreiben. So genannte Dünnschichtzellen sollen Forschern zufolge eine neue Ära der Photovoltaik einläuten.

... mehr zu:
»Photovoltaik »Silizium »Solarzelle


"Im Rahmen des vierjährigen Projektes werden zwei Technologiepfade mit unterschiedlichem Materialansatz verfolgt", erklärt Projektkoordinatorin Martha Lux-Steiner vom Hahn-Meitner-Institut Berlin im pressetext-Interview. Ein Konzept sieht die Kombination zweier siliziumbasierter Zellen mit unterschiedlichen Absorptionsspektren vor. Mit der daraus entstehenden mikromorphen Dünnschichtsolarzelle kann das Spektrum des Sonnenlichts besser ausgenutzt werden. Der zweite Ansatz rückt vom ohnehin knappen Silizium als Grundmaterial ab und setzt auf eine neuartige Verbindung aus Kupfer, Indium und Selen (CIS). Dieses Material soll in der Lage sein, bei gleicher Schichtdicke wesentlich mehr Licht als Silizium aufzunehmen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Siliziumwafern kann somit mit weit weniger Materialaufwand und entsprechend geringeren Kosten produziert werden.

Bei der Entwicklung von Solarzellen der zweiten Generation setzen die USA und Europa auf eine breite technologische Palette, während Japan beinahe ausschließlich in die Entwicklung von Silizium-basierten Dünnschichtzellen investiert. Welche der beiden skizzierten Dünnschicht-Technologien das Rennen macht, ist Lux-Steiner zufolge allerdings noch völlig offen. Im Rahmen des EU-Projektes erhofft man sich neben der Entwicklung von entsprechenden Gerätschaften, die das kostengünstige Produzieren von großflächigen Modulen ermöglichen, auch eine Verbesserung des Wirkungsgrades. Dieser muss, um mit herkömmlichen Silizium-basierten Zellen mithalten zu können, etwa 15 Prozent erreichen.

Lux-Steiner geht davon aus, dass moderne Solarzellen zukünftig sowohl in der Gebäudeintegration, als auch bei Verbrauchsgütern wie Handys oder anderen elektronischen Geräten eine noch viel bedeutendere Rolle spielen werden: "Der Marktbedarf ist immens und auch bei der technologischen Entwicklung sind wir nahe dran." Jetzt gehe es in erster Linie um die marktfähige Umsetzung, ist Lux-Steiner überzeugt.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.hmi.de

Weitere Berichte zu: Photovoltaik Silizium Solarzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Stromindikatorklemmen mit Push-in-Anschluss
24.07.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Leiterplatten-Steckverbinder werkzeuglos montieren
24.07.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops