Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunftsmarkt Bioenergie

14.02.2006


Steigende Preise für Erdöl und Erdgas eröffnen der Landwirtschaft neue Chancen als Produzenten nachwachsender Rohstoffe und Energieträger.

... mehr zu:
»Biogasanlage »Erdöl »Rohstoff

Die Tagung "Bioenergie - Basis für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Landwirtschaft", am 8. und 9. März 2006 in Güstrow, beschäftigt sich mit diesem Zukunftsmarkt.

Angesprochen sind vor allem landwirtschaftliche Betriebe, Ingenieurbüros, Betreiber von Biogasanlagen sowie praxisorientierte Forschungseinrichtungen und Behörden.


Die Veranstaltung wird organisiert von der DECHEMA e.V, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Gülzow, der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Braunschweig, und der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA), Gülzow.

Fachleute schätzen, daß die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland von heute ca. 2.500 bis auf etwa 10.000 im Jahr 2010 zunehmen wird. Während bisher Gülle und Abfälle der Nahrungsmittelproduktion bevorzugter Biogasrohstoff waren, liegt die Zukunft beim Einsatz von Energiepflanzen. Das bedeutet auch neue Anforderungen an die Verfahrenstechnik der Biogasgewinnung.

Der Trend bei den Reaktoren geht zu höheren Durchsätzen und höheren Biogasausbeuten. Vielfältige Erfahrungen existieren, aus denen Betreiber und Anlagenbauer Nutzen ziehen können. Daneben gewinnen biogene Flüssigkraftstoffe zunehmende Bedeutung auf dem Treibstoffmarkt.

Schon heute kann die Inlandsproduktion an Raps den Markt für Biodiesel in Deutschland nur noch begrenzt abdecken. Der Anteil am Dieselkraftstoff erreicht hierzulande bereits die europäische Zielmarke für 2010. Beim Ottokraftstoff gibt es noch Nachholbedarf. Bioethanol oder sein Veredlungspodukt ETBE können diese Lücke schließen. Weitergehende Hoffnungen richten sich auf synthetische Kraftstoffe aus Biomasse - BTL - heute noch ein Produkt aus technischen Versuchsanlagen.

Energiepflanzen sind auch hier ein heiß begehrter Rohstoff. Wissenschaftler rechnen mit einer starken Zunahme der Produktionsmengen. Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung sehen in der Entwicklung ertragreicher Sorten, optimaler und standort-angepaßter Fruchtfolgen und umweltschonender Anbauverfahren eine große Herausforderung.

Nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft sollen dem fossilen Rohstoff Erdöl Konkurrenz machen. Aber schon jetzt ist erkennbar: bei heutigen Verbräuchen werden die biologischen Ressourcen bei weitem nicht ausreichen, den Bedarf der Energie- und Stoffwirtschaft zu decken. Dies aber gerade ist eine Chance für die Landwirtschaft, mit neuen Produkten, Techniken und Dienstleistungen auf dem Markt zu bestehen.

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/
http://www.dechema.de/bioenergie

Weitere Berichte zu: Biogasanlage Erdöl Rohstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie