Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europarekord: Über 6 000 MW an Windenergiekapazität im Jahr 2005 installiert

03.02.2006


Windenergie übertrifft Vorgaben des EC White Papers für 2010 schon jetzt

Die heute veröffentlichten Statistiken für den EU-Windenergiemarkt zeigen, dass die kumulative Windenergieleistung um 18 % auf 40 504 MW (Megawatt) zum Ende des Jahres 2005 gestiegen ist. Zum Ende des Jahres 2004 hatte der Wert 34 372 MW betragen. 6 183 MW an Windenergiekapazität wurden im letzten Jahr installiert. Dabei wurde laut European Wind Energy Association EWEA ein Umsatz aus der Windturbinenfertigung in Höhe von rund 6 Milliarden Euro generiert.

"Mit der Rekordinstallation von 6 183 MW im Jahr 2005 hat die Windenergie den Vorgabewert von 40 000 MW der Europäischen Kommission für 2010 (1) fünf Jahre früher erreicht", meint Professor Arthouros Zervos, Präsident der EWEA. "Dies unterstreicht die Fähigkeit der Technologie, schnell grosse Mengen sauberer Energie bereitzustellen."

Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre (von 1995 bis 2005) stieg die kumulative Windenergiekapazität in der EU im Mittel um 32 % jährlich. Der europäische Markt hat im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 22 % jährlich bei den Installationen pro Jahr zugelegt. Im Jahr 2005verzeichnete der europäische Markt einen Zuwachs um 6 % auf 6 183 MW (von 5 838 MW im Jahr 2004). Das Wachstum wurde trotz der in Deutschland und Spanien um mehr als 500 MW rückläufigen Installationen erreicht.

"Obgleich es in den meisten EU-Ländern noch viele Hürden bei der Windenergieentwicklung zu nehmen gilt, weisen die Zahlen auf eine gesunde Marktentwicklung hin", meinte Professor Zervos. "Die Abhängigkeit der Branche von den wichtigen europäischen Schlüsselmärkten nimmt allmählich ab. Stattdessen nimmt die Bedeutung der globalen Windenergiemärkte zu, zumal mehr und mehr Länder ihre Investitionen in die Windenergietechnologie, nicht zuletzt die USA und Indien, im Jahr 2005 deutlich erhöht haben."

Im Jahr 2005 waren die fünf stärksten Windenergiemärkte in Europa Deutschland (1 808 MW), Spanien (1 764 MW) (2), Portugal (500 MW), Italien (452 MW) und das vereinigte Königreich (446 MW). Die kumulative installierte Windenergiekapazität liegt dabei in zwei Ländern über 10 GW (Deutschland 18 428 MW und Spanien 10 027 MW); in sieben Ländern über 1 GW (Dänemark 3 122 MW, Italien 1 717 MW, Vereinigtes Königreich 1 353 MW, Niederlande 1 219 MW und Portugal 1 022 MW, sowie Deutschland und Spanien, wie oben erwähnt).

Die Ende 2005 in der EU installierte Windenergiekapazität von 40 504 MW wird in einem durchschnittlichen Windjahr rund 83 TWh an Elektrizität erzeugen. Das entspricht rund 2,8 % des EU-weiten Stromverbrauchs im Jahr 2004.

Wichtige Windenergiegrössen aus allen Sektoren der Branche und führende Politiker werden sich zur European Wind Energy Conference & Exhibition 2006 (EWEC 2006) treffen und so helfen, nachhaltige Antworten für die europäischen Energiemärkte in ganz Europa zu liefern. Die EWEC 2006 ist die einzig massgebliche Windenergiekonferenz im Veranstaltungskalender des Jahres 2006 und wird vom 27. Februar bis 2. März 2006 in Athen (Griechenland) abgehalten.

Redaktioneller Hinweis:

(1) Das European Commission White Paper wurde 1997 veröffentlicht. Darin wurde der Vorgabewert für 15 EU-Länder bis zum Jahr 2010 auf eine Windenergieleistung von 40 000 GW beziffert. Die 15 Länder alleine sorgten nun bereits im Jahr 2005 für mehr als 40 000 MW.

(2) Quelle: Eurelectric, 2005

Luisa Colasimone | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ewea.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise