Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Großes Forschungsprojekt im Bereich 3D-Sensorik

27.01.2006


Ein Schreiben der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bereitet den Siegener Forschern am Zentrum für Sensorsysteme (ZESS) aktuell große Freude. Grund ist der in dem Schreiben bewilligte Förderantrag über sechs in einem Paket zusammengefasste Forschungsprojekte im Gesamtumfang von ca. 2,6 Millionen €. Der Paketantrag mit dem Titel "Dynamisches 3D-Sehen" befasst sich schwerpunktmäßig mit der Erweiterung, Nutzung und Integration von 3D-Tiefensensoren für Echtzeitanwendungen.


Prototyp eines 2D-3D-Multisensors. ZESS - Univ. Siegen


Kombiniertes Tiefen- und 2D-Bild mit überlagertem Menschmodell. ZESS - Univ. Siegen



Die "Multidimensionale Sensorik" gehört zu den zentralen profilbildenden Forschungsbereichen im Struktur- und Entwicklungskonzept der Universität Siegen. "Ich bin sehr erfreut, dass es den beteiligten Wissenschaftlern gelungen ist, für ihre Projekte Anerkennung und Unterstützung auf höchster Ebene zu finden. Die Entscheidung der DFG zeigt aber auch, dass wir mit der Festlegung der Profilbereiche in der Forschung eine richtige Entscheidung getroffen haben", so die Rektorin der Universität Siegen, Prof. Dr. Theodora Hantos, in einer ersten Stellungnahme.

... mehr zu:
»DFG »Paketantrag »ZESS


Mit der Bewilligung des Pakets ist den Forschern ein wichtiger Schritt gelungen. Prof. Dr.-Ing. Andreas Kolb, der Sprecher der Forschergruppe, die den Paketantrag gestellt hat, hebt dessen Bedeutung für den Forschungsschwerpunkt "Multidimensionale Sensorik" hervor: "Mit der Bewilligung der Forschungsmittel durch die DFG belegen die beteiligten Forscher, dass sie zur Spitzengruppe in Deutschland in diesem Forschungsfeld gehören". Der Paketantrag kam nach einem von Prof. Dr.-Ing. Rudolf Schwarte angeregten Arbeitstreffen der DFG, welches im Herbst 2004 in Siegen stattgefunden hat, zustande. Aus ursprünglich 15 Forschungsthemen wurde unter der Federführung von Prof. Kolb vom ZESS ein Paket mit den nun bewilligten sechs Projekten geschnürt.

Das Gros der Forschungsarbeiten wird in Siegen durchgeführt werden. In zwei der sechs Teilprojekte sind externe Partner vom Physikalischen Institut der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt/Main und vom Institut für Informatik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eingebunden. Von den insgesamt zehn durch die DFG über den Zeitraum von vier Jahren geförderten Doktorandenstellen ist jeweils eine in Frankfurt und Kiel angesiedelt.

Die Forschungsprojekte bauen auf der von Prof. Schwarte am Institut für Nachrichtenverarbeitung im Fachbereich 12 "Elektrotechnik und Informatik" und am ZESS entwickelten PMD-Technologie (Photo Misch-Detektor) auf. Der PMD-Sensor ermöglicht die zeitgleiche Erfassung von bis zu 20.000 Tiefenwerten in Form eines Tiefenbildes und das mit einer zeitlichen Rate von über 20 Tiefenbildern pro Sekunde.

Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf die Verbindung der PMD-Sensorik mit anderen Sensortechniken, sowie auf den Einsatz der 3D-PMD-Sensorik in benachbarten Forschungsfeldern. In drei der sechs Projekte werden die wissenschaftlich-technischen Grundlagen zur Integration der PMD-Sensorik mit bildgebenden Sensoren und zur Bestimmung von Entfernungsmesswerten aus den PMD-Sensordaten erarbeitet. Die Nutzung der PMD-Technologie zur Positionserfassung für die Mobile Robotik und zur Objektbeschreibung und -erkennung für fertigungstechnische Anwendungen wird in zwei weiteren Projekten untersucht. Das sechste Projekt erforscht den Aufbau einer Kamera im Bereich der Terahertz-Strahlung. In diesem Strahlungsbereich lassen sich beispielsweise chemische Stoffe leicht erkennen und bildgebend dargestellt. Projektübergreifend steht die Echtzeitfähigkeit der zu erforschenden Sensorsysteme im Vordergrund.

Kurzinformationen zu den sechs Projekten

Projekt 2D/3D Multisensorentwicklung
Prof. Loffeld (ZESS), Prof. Roth (ZESS), Prof. Schwarte (ZESS)

Projekt 2D/3D-Sensorsimulation
Prof. Loffeld (ZESS), Prof. Kolb (ZESS)

Projekt 2D/3D Datenverarbeitung und -fusion auf Basis der PMD-Technologie
Prof. Kolb (ZESS), Prof. Loffeld (ZESS)

Projekt 3D-Poseschätzung und 3D-Mapping mittels PMD-Kamera
Prof. Koch (Univ. Kiel), Prof. Roth (ZESS)

Projekt Echtzeit-Akquisition bildbasierter 3D-Modelle zur Objekterkennung
Prof. Kolb (ZESS), Prof. Kuhnert (ZESS), Dr. Rezk-Salama (ZESS)

Projekt 3D Bilderfassung im Terahertzfrequenzbereich basierend auf elektrooptischer Detektion
Prof. Haring Bolivar (ZESS), Prof. Roskos (Univ. Frankfurt), Prof. Schwarte (ZESS), Dr. Löffler (Univ. Frankfurt)

Kordula Lindner-Jarchow M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-siegen.de

Weitere Berichte zu: DFG Paketantrag ZESS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Fraunhofer ISE unterstützt Marktentwicklung solarthermischer Kraftwerke in der MENA Region
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik
17.02.2018 | Max-Planck-Institut für Polymerforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics