Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einsatz von Biomasse vermeidet ueber 150.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr

27.01.2006


Siemens baut groesstes Biomassekraftwerk Grossbritanniens fuer E.ON UK


Der Siemens-Bereich Power Generation (PG) errichtet zusammen mit dem finnischen Konsortialpartner Kvaerner Power im schottischen Lockerbie ein schluesselfertiges Biomassekraftwerk. Die feierliche Zeremonie fuer die Grundsteinlegung findet heute statt. Mit einer elektrischen Leistung von 44 Megawatt (MW) ist die Anlage das groesste Biomassekraftwerk Grossbritanniens und versorgt bis zu 70.000 Haushalte mit Strom. Auftraggeber ist die britische E.ON. Das Gesamtauftragsvolumen belaeuft sich auf ueber 100 Mio. EUR, davon entfallen mehr als 50 Mio. EUR auf Siemens PG.

Siemens PG ist Konsortialfuehrer fuer das Turnkey-Projekt. Der Auftrag umfasst neben der Gesamtkoordination, dem Engineering und dem Projektmanagement die Lieferung einer Dampfturbine des Typs SST-800 sowie den Bauteil, die Montage und die Elektro- und Leittechnik. Kvaerner Power liefert den Kessel, das Brennstofffoerdersystem und die Rauchgasreinigungssysteme.


Nach der Inbetriebnahme Ende 2007 versorgt das Biomassekraftwerk rund 70.000 Haushalte CO2-neutral mit Strom. Bei der Verbrennung von Biomasse wird genau soviel Kohlendioxid wieder freigesetzt, wie die Pflanzen vorher waehrend des Wachstums der Luft entzogen haben. Wuerde die gleiche Menge Strom in einem Kohlekraftwerk erzeugt werden, belastet dies die Atmosphaere mit ueber 150.000 Tonnen Kohlendioxid.

Die Anlage in Lockerbie kann neben Frisch- und Altholz auch speziell fuer die Stromerzeugung angebaute Pflanzen wie Weide in unterschiedlichen Qualitaeten verarbeiten. Das Kraftwerk erreicht selbst dann seine volle Leistung, wenn sehr feuchte Brennstoffe verbrannt werden. Vor diesem Hintergrund ist das Projekt ein bedeutender Meilenstein einer umweltvertraeglichen Stromerzeugung. Siemens PG hat europaweit bereits eine Reihe von Biomassekraftwerken gebaut – unter anderem in den Niederlanden, in Italien sowie in Deutschland in Guetersloh, Malchin und Helbra. In den Anlagen in Malchin und Italien werden Zitronenschalen und Olivenreste als Brennstoff mitgenutzt. Ein weiteres Biomassekraftwerk wird derzeit in der oesterreichischen Hauptstadt Wien errichtet.

Grossbritanniens Energiepolitik hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2010 zehn Prozent der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien zu erzeugen. Siemens-Projekte wie der Offshore-Windpark "Burbo Banks Offshore" in der Liverpool Bay, der Windpark "Farr" in Schottland und das Biomassekraftwerk in Lockerbie leisten hier einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Der Bereich Power Generation (PG) der Siemens AG ist eines der fuehrenden Unternehmen im internationalen Kraftwerksgeschaeft. Im Geschaeftsjahr 2005 (30. September) erzielte Siemens PG einen Umsatz von rund 8,1 Mrd. EUR und erhielt Auftraege in einem Umfang von 11 Mrd. EUR. Das Bereichsergebnis betrug 951 Mio. EUR. Siemens PG beschaeftigte zum 30. September 2005 weltweit rund 33.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Siemens AG
Corporate Communications
Pressereferat Power Generation
Peter Pauls
Tel. 49 9131/18-7032
Fax: 49 9131/18-7039
mailto:peter.pauls@siemens.com

Informationsnummer: PG 200601.023 d

Peter Pauls | Pressereferat Power Generation
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Berichte zu: Biomasse Biomassekraftwerk Kohlendioxid Stromerzeugung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops