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Bergbauunternehmen denken ernsthaft über Methan nach

26.01.2006


Da die ökologischen Konsequenzen des Ausstoßes von Treibhausgasen einen kritischen Punkt erreicht haben, suchen Behörden und Industrien auf der ganzen Welt nach neuen umweltfreundlichen Energiequellen.



Bei Kohleflözmethan (CBM - Coalbed methane) handelt es sich um eine spezielle Form von hochwertigem Erdgas, das in Kohleflözen eingelagert vorkommt. CBM ist überdies eine saubere Energiequelle und hat als solche die Aufmerksamkeit von Industrieexperten erregt. Im Rahmen des EU-finanzierten ICBM-Projekts sollten derzeitige moderne Methoden zur Wiedergewinnung von CBM optimiert werden, um die Erträge in der Bergbaubranche zu erhöhen und Verschmutzungsrisiken zu minimieren.



Aufgrund der stärkeren Adsorptionskapazität von CO2 im Vergleich zu Methan führt das Einblasen von nicht mehr benötigtem CO2 in Kohleflöze zur Freisetzung von CBM. Dieser Ansatz zahlt sich zweifach aus, denn damit wird nicht nur der Grad der CBM-Rückgewinnung erhöht, sondern CO2 wird auch in den Kohleflözen, außer Reichweite der Atmosphäre, eingeschlossen. Am Imperial College London, einem der Projektpartner, arbeitete man an der Erläuterung der Auswirkungen verschiedener Parameter wie Druck, Temperatur und Strömungsbeschränkungen auf den Rückgewinnungsprozess.

Die Forscher vom Imperial College entwickelten ein Modell im Labormaßstab, um die Auswirkungen der oben aufgeführten Parameter auf trockene und wassergesättigte Kohleflöze zu testen. Das Ziel bestand in der Verwendung der dabei gewonnenen Erkenntnisse zur Bestimmung der Permeabilität, Diffusion und des Gasflusses in den Kohleflözen während der CBM-Rückgewinnung. Das Modell besteht aus Kohlekernen, die in Bleirohren und Gummischläuchen platziert und in ein Hochdruck-Metallrohr eingebunden wurden. Die Rohrenden wurden so konstruiert, dass sie den Gasfluss ermöglichen. Strömungsmesser an beiden Enden des Rohres übernehmen die Überwachung.

Die Daten können Bergbauunternehmen dabei unterstützen, Zugang zu CBM zu erlangen und es in einem zufriedenstellenden Umfang zurückzugewinnen. Derartige experimentelle Beobachtungen stellen den ersten Schritt in Richtung eines vollständigen und umfassenden Ansatzes für eine verbesserte CBM-Rückgewinnung dar, bei der CO2 im Rahmen der entsprechenden Bedingungen genutzt wird.

Sevket Durucan | ctm
Weitere Informationen:
http://www.imperial.ac.uk

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