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Entsalzung von Wasser durch Windenergie

11.01.2006


Eine deutsche Innovation erlaubt die vollständig auf umweltfreundlicher Windenergie basierende Entsalzung von Wasser ohne das Auftreten von Energieverlusten. So können beachtliche Einsparungen bei den Betriebskosten erzielt werden und die Raumanforderungen werden gesenkt.



Ein KMU mit langjährigen Erfahrungen im Bereich der Windenergie hat eine neuartige Entsalzungstechnologie für Meer- bzw. Brackwasser entwickelt. Auf Grundlage des Verfahrens der Mechanischen Dampfkompression (MVC - Mechanical Vapour Compression) für die Entsalzung wurde eine windbetriebene Entsalzungsanlage gebaut. Alternativ hierzu kann die Technologie auch mit Hilfe anderer Methoden wie der Umgekehrten Osmose (RO - Reverse Osmosis) eingesetzt werden.



Die Anlage bildet eine Grundkomponente vom Turm des Windenergiekonverters (WEK), dessen Rotationsenergie direkt den Betrieb eines Kompressors über ein Getriebe auslöst. Die Temperatur- und Druckpegel des Wassers bzw. Dampfs werden dann auf die erforderlichen Werte erhöht, wodurch die Verdunstung erfolgen kann. Die Verdampfung des Wassers führt schließlich zur Kondensation des Süßwassers, wodurch Salz zurückbleibt.

Mit der MVC-Methode werden 75% der erforderlichen Windenergie direkt von der Windturbine und 25% vom WEK durch einen angepassten Generator bereitgestellt. Somit beruht der Prozess nicht auf einer Umwandlung von Windenergie in Elektrizität und anschließend in mechanische Energie, wodurch entsprechende Energieverluste aufgehoben werden. Zusätzlich wird keine separate Energieumwandlungsanlage benötigt, was deutliche Einsparungen bei den Investitionen und Betriebskosten mit sich bringt.

Im WEK-Turm sind alle funktionalen Komponenten der Entsalzungsanlage integriert. Dazu gehören der Meerwasserbehälter, die Filter, die Pumpvorrichtungen, der Kompressor, der Verdunster sowie der Trinkwasserspeichertank. Es werden industrielle Partner aus den Sektoren Windenergie bzw. Entsalzungsprozesse gesucht, um die Technologie gemeinsam weiterzuentwickeln.

Nancy Smith | ctm
Weitere Informationen:
http://www.wtsh.de/irc

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