Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwurf eines neuen Energiegewinnungssystems auf Biomassebasis

11.01.2006


Bei der Biomasseverbrennung handelt es sich um eine der neueren Stromquellen, die umfassend zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Im Rahmen des BIOHPR-Projekts hat man sich der anspruchsvollen Aufgabe der Versorgung von Biomasse-Gasturbinengeneratoren oder Brennstoffzellen mit Heizgasen gewidmet, die reich an Wasserstoff sind und hohe Heizwerte besitzen.



Biomasse wird für die Stromerzeugung über einen zweiphasigen Prozess verwendet. In der ersten Phase erfolgt die Umwandlung von Biomasse in Koks und Primärgase durch Erwärmung. Anschließend wird das Gemisch während der zweiten Phase in ein wasserstoffreiches Gas verwandelt. Der hierbei verwendete Prozess ist als Vergasung und Reforming bekannt.



Die Projektteilnehmer arbeiteten an einer neuen Konstruktion, die auf der indirekten Erwärmung eines Wirbelschichtvergasers über Hochtemperatur-Heizleitungen beruht. Das Projektteam hat 2 Prototypen mit jeweils 200kW für derartige Heizleitungsreformer entwickelt; einen für die Validierung des Konzepts und einen zur Demonstration eines ganzheitlicheren Entwurfs, bei dem auch ein Holzkohlefilter integriert ist.

Die wichtigste Herausforderung, der sich die Forscher bei der Konstruktion eines kleinen Vergasungsreaktors in einem indirekt beheizten Vergaser dieser Art stellen mussten, bestand in der Gewährleistung ausreichender Wärmeströme. Der Ansatz konzentrierte sich auf das Erreichen von hohen Wärmetransferraten zwischen der Wirbelschicht und der Oberfläche der Heizleitung sowie von hohen Wärmetransfereigenschaften in den Heizleitungen selbst.

Die Heizleitungen dringen durch die Trennplatte zwischen der atmosphärischen Brennkammer und dem Druckvergaser, was mit zusätzlichen technischen Herausforderungen verbunden ist. Die Forscher haben eine Isolierung für die Trennplatte entworfen, um Wärmeverluste zu vermeiden. Außerdem wurde ein Steam Cap System konstruiert, um die Belüftung der Wasserstoffansammlung in den Heizleitungen zu gewährleisten.

Diese neue Vergasungstechnlogie besitzt ein hohes Potenzial für die dezentralisierte Stromerzeugung in Mikroturbinen und Brennstoffzellen. Das Forschungsteam - jetzt Teil eines Management-Buy-Out-Unternehmens - ist an der Fortführung der Arbeiten durch Beratungsdienste, Demonstrationsprojekte und kommerzielle Anwendungen interessiert.

Dr. Christoph Schmid | ctm
Weitere Informationen:
http://www.dmt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie