Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ab morgen startet die Stromkennzeichnung: Wer vergleicht, wird wechseln

14.12.2005

Ab Morgen muss jeder Stromanbieter in Deutschland gegenüber seinen Kunden ausweisen, aus welchen Energiequellen der gelieferte Strom erzeugt wurde. Der Strom erhält damit einen Stammbaum. Die Angaben sind in die drei Kategorien nukleare Erzeugung (Kernkraft), fossile und sonstige Energie (Braun- und Steinkohle, Öl, Erdgas) sowie Erneuerbare Energie (Wasser, Wind, Biomasse, Fotovoltaik) zu unterteilen. Diese Angaben sind durch die mit der Stromerzeugung verbundenen Umweltauswirkungen zu ergänzen. Das neue Energiewirtschaftsgesetz schreibt dabei die Ausweisung der klimarelevanten Kohlendioxid-Emissionen (CO2) sowie Angaben über die Radioaktivität des bei der Erzeugung entstehenden Atommülls vor. Um den Kunden eine Beurteilungsgrundlage an die Hand zu geben, sind die Angaben des jeweilig gelieferten Strommixes und den damit verbunden Umweltbelastungen den bundesdurchschnittlichen Vergleichswerten gegenüber zu stellen.

"Wir begrüßen die zusätzliche Transparenz. Endlich müssen alle Anbieter ihren Kunden reinen Wein einschenken und zusätzliche Informationen geben, die für die Kaufentscheidung eine hohe Relevanz haben. Wer vergleicht, wird wechseln.", so Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer von LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH.

Die mit dieser Presserklärung angebotene Infografik zeigt am Beispiel eines Anbieters, wie die Kunden zukünftig auf Informationsmaterial und Rechnungen über die Zusammensetzung des an sie gelieferten Stroms informiert werden müssen.

Da LichtBlick seit Beginn der Aufnahme der Versorgung der ersten Kunden im liberalisierten Strommarkt ausschließlich umweltfreundlich erzeugten Strom anbietet und seinen Stromeinkauf damit strategisch auf die umweltfreundliche Erzeugung ausrichtet, sind bei LichtBlick mit jeder Kilowattstunde Informationen über Herkunft und Umweltauswirkung untrennbar verbunden. Bei den etablierten Unternehmen ist dies mit Einschränkung nicht der Fall, da sie die Strombeschaffung im Rahmen sogenannter Vollstromlieferverträge an Vorlieferanten abtreten oder über die Börse Strom unbekannter Herkunft - also ohne weitere Herkunftsnachweise - beziehen. Auch diese Anbieter müssen jetzt die im Rahmen der Stromkennzeichnung geforderten Angaben machen. So erhalten die Kunden erstmals von allen Stromanbietern im Markt zusätzliche Informationen über Strommix und Umweltauswirkungen. Der Wechsel zu einem umweltfreundlicheren Stromanbieter ist jederzeit problemlos möglich.

Eine vom Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) angebotene Anwendungshilfe zur Umsetzung der Stromkennzeichnung wurde in den vergangen Tagen von Umwelt- und Verbraucherschützern kritisiert, weil damit im Ergebnis ein höherer Anteil regenerativer Stromerzeugung ausgewiesen werden würde als in Deutschland tatsächlich vorhanden und von den Erzeugungsstatistiken des VDEW selbst ausgewiesen ist. Die Anwendungshilfe des VDEW richtet sich dabei gerade an die Unternehmen, die ihren Stromeinkauf nicht umweltfreundlich ausrichten.

Gero Lücking | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.lichtblick.de

Weitere Berichte zu: Erzeugung Stromeinkauf Stromkennzeichnung Umweltauswirkung VDEW

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Mit Strom vorankommen
21.02.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE
20.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten