Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Autobatterie verspricht: Nie wieder Startprobleme

09.12.2005


IQ Power stattet Batterien mit Elektronik und durchdachten Funktionen aus


iQ Power



Der Batterie-Entwickler iQ Power errichtet in Südkorea eine moderne Batteriefabrik, in der nach Fertigstellung drei Mio. Smart Batteries vom Band laufen sollen. Diese Spezial-Autobatterien basieren auf der iQ-Technologie, die den Stromspeicher durch den Einsatz von Elektronik in Verbindung mit durchdachten Funktionen länger leistungsfähig hält.



"Großes Problem aller Autobatterien ist, dass sich die Säure-Wasser-Mischung aufgrund der großen Belastungen durch viele Verbraucher im Wagen, trennt. Das spezifisch leichtere Wasser befindet sich dann im oberen Teil, die Säure sinkt zu Boden", erklärte Bernhard Rose, Sprecher von iQ Power, im pressetext-Interview die Herausforderungen an die Batterie-Entwickler. "Dadurch geht aktive Ladungsfläche verloren, da das Wasser schlecht leitet und die konzentrierte Säure die Bleiplatten zum Korrodieren bringt." Selbst bei guten, neuen Batterien stelle sich innerhalb einiger Monate ein Leistungsabfall von 40 Prozent ein. Die iQ-Batterien nutzen kleine Plastikwinkel im Gehäuseinneren um die Flüssigkeit, die durch die Fahrdynamik in Bewegung gerät, zu durchmischen.

Zweites Problem ist die Temperatur. Starke Temperaturschwankungen lassen die Batterie schneller altern, extrem hohe (60 Grad Celsius) oder niedrige (minus 20 Grad Celsius) Temperaturen erschweren den elektrochemischen Prozess der Aufladung. "Bereits bei null Grad ist die Flüssigkeit träge und leitet schlechter. Um die beim Startvorgang verbrauchte Energie wieder zurück zu laden, sind dann einige Stunden Autofahrt notwendig", sagte Rose. An dieses Problem geht das Unternehmen mit einer Mischung von Heizung und Thermoisolation heran. "Die eigentliche Batterie ist mit geschäumten Polypropylen umgeben, dazwischen befindet sich eine Heizfolie. Diese soll die Temperatur des Elektrolyts erhöhen, um die Ladefähigkeit bei niedrigen Umgebungstemperaturen zu verbessern.

Die Steuerung der Flächenheizung übernimmt ein Elektronikbauteil, das ebenfalls in die Batterie integriert ist", so Rose. Die Mikroelektronik ist dauerhaft mit der Batterie verbunden. Sie ermittelt den Ladezustand und Verschleißgrad, steuert die Heizung und speichert alle Daten.

Jede herkömmliche Autobatterie kann durch eine Batterie mit iQ-Technik ersetzt werden, sie verbessert die Leistung überall in gleichem Maße, erläuterte Rose. Den vollen Funktionsumfang präsentiere sie jedoch erst in Verbindung mit einem Boardcomputer. Er erhält die Batteriedaten über die Anschlusspole übermittelt und informiert den Fahrer aktuell über den Zustand des Stromspeichers.

Die erste iQ-Batteriefabrik soll auf einem rund 36.000 Quadratmeter großen Industrieareal in der südkoreanischen Hightech-Metropole Gwangju im kommenden Jahr entstehen. Das Unternehmen beabsichtigt an diesem Standort Investitionen in zweistelliger Euro-Millionenhöhe zu tätigen. In der ersten Ausbaustufe sollen 160 Personen in dem koreanischen Werk Arbeit finden.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.iqpower.com

Weitere Berichte zu: Autobatterie Batterie Batterie-Entwickler Temperatur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht TU Ilmenau erforscht innovative mikrooptische Bauelemente für neuartige Anwendungen
21.09.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Bald bessere Akkus?
21.09.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie