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Effizient Kälte für kommunales Versorgungsnetz erzeugen

08.11.2005


Wärmegetriebene Absorptionskältemaschinen speisen Kältespeicher


Seit einigen Jahren wächst in Deutschland der Anteil klimatisierter Gebäude. Steigende innere Wärmelasten, großformatigere Verglasungsflächen in den Fassaden und gestiegene Komfortansprüche der Benutzer in den Bereichen Handel, Gewerbe, Verwaltung und Industrie führen zu wachsender Kältenachfrage. Dies motiviert Stadtwerke, verstärkt über technische und ökonomische Zukunftsstrategien für das Produkt "Kälte" in ihren kommunalen Versorgungsnetzen nachzudenken. In einer grundlegenden Machbarkeitsstudie haben die Stadtwerke Chemnitz geprüft, wie sich Kältespeicher in kommunale Kältenetze integrieren lassen. Das neue BINE-Projekt-Info "Kältespeicher in großen Kältenetzen" (10/2005) stellt die Ergebnisse vor.

In Chemnitz muss wegen der gestiegenen Kältenachfrage das Fernkältenetz nachgerüstet werden. Hierfür wurden zwei Alternativen geprüft: Kompressionskältemaschinen könnten diesen Bedarf decken, verursachen aber einen hohen Stromverbrauch und der fällt auch noch in Spitzenlastzeiten an. Als ökonomisch und ökologisch vorteilhaftere Variante hat sich ein großer Kältespeicher in Kombination mit wärmegetriebenen Absorptionskältemaschinen herausgestellt. Damit könnten einerseits die vorhandenen Absorptionskältemaschinen während der Nachtstunden zur Speicherbeladung eingesetzt und andererseits die vorhandenen Potenziale an Wärme auf niedrigem Temperaturniveau besser genutzt werden. Die Stadtwerke Chemnitz favorisieren derzeit den Bau eines derartigen Kältespeichers. Als Baubeginn ist der Sommer 2006 vorgesehen.


Auch andernorts können die Studie und die Erfahrungen aus Chemnitz beim Ausbau von Kältenetzen Anregungen für die Planung geben. Eine verstärkte Nachfrage nach dem Produkt "Kälte" ist schließlich bundesweit festzustellen.

Die Broschüre "Kältespeicher in großen Kältenetzen" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst des FIZ Karlsruhe erhältlich - telefonisch unter 0228/9 23 79-0

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Uwe Milles
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Rüdiger Mack | idw
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