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Effektivere Telekommunikation unter Temperaturschwankungen

17.10.2005


Eine neu patentierte französische Technologie des Toroid-Phasenverschiebers, der verlässlich unter schwankenden Temperaturbedingungen arbeiten kann, eignet sich für Strahlabtastungsantennen, Radare und Telekommunikationsgeräte.



Phasenverschieber werden benutzt, um die Transmissionsphase in einem System anzugleichen, indem die Einfügungsphase eines Signals als Antwort auf einen externen Befehl wie zum Beispiel Spannung geändert wird. Ferrit-Phasenverschieber, die von einfachen oder doppelten Toroiden erzeugt werden, sind aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile sehr beliebt. Dazu gehören die winzige kompakte Struktur, niedrige Einfügungsverluste und der Verbrauch des pulsierten Befehls. Zusätzlich verfügen sie über einen remanenten Betriebsmodus und eine schnelle Schaltung und bieten eine hohe Effizienz bei der Phasenverschiebung sowie eine niedrige Dispersion in Relation zur Häufigkeit.



Ihr hauptsächlicher Nachteil besteht jedoch in ihrem Temperaturverhalten in Bezug auf Abweichungen der Phasenverschiebungen bei Temperaturschwankungen. Dies spielt vor allem beim Einsatz in Radar- und Telekommunikationsanwendungen eine große Rolle, wo Temperaturschwankungen im Bereich von -20°C und +80°C typisch sind. Aufgrund dieses Problems wurde der Ferrit-Toroid-Phasenverschieber entwickelt, der sich relativ stabil gegenüber Temperaturschwankungen von -20°C bis +80°C verhält. Dies ergibt sich für einen spezifischen Wert der Befehlsenergie, während der Phasenverschieber im remanenten Betriebsmodus arbeitet.

Somit wurde die Technologie so entwickelt, dass sie unter der spezifischen Steuerung durch einen festgelegten Energiewert ein unabhängiges Temperaturverhalten zeigt. Zusätzlich können zwei in Reihe geschaltete Phasenverschieber kombiniert werden, um die Steuerung mit unterschiedlichen Energiewerten zu gewährleisten. Dabei erlaubt der Arbeitsbereich des ersten Phasenverschiebers einen Rückgang der Phasenverschiebung bei Temperatureinwirkung, während der Arbeitsbereich des zweiten zu einem Anstieg der Phasenverschiebung bei Temperatureinwirkung führt. In diesem Fall balancieren sich die zwei Phasengradienten gegenseitig aus, was zu einer effizienten und verlässlichen Steuerung des Gerätes führt.

Die Technologie wurde getestet und ihre Leistung und Genauigkeit bei gewöhnlichen Temperaturbereichen wurde bewiesen. Außerdem ist sie einfach in vorhandene Hardware einzugliedern. Dies führt zu vereinfachten Konstruktionen verglichen mit anderen Temperaturausgleichsgeräten für Ferrit-Phasenverschieber. Diese bahnbrechende Entwicklung eignet sich für eine Verwendung in den Bereichen Telekommunikationsantennen und -radare, variable Leistungsverteiler, Zirkulatoren und Strahlabtastanwendungen. Für die Erforschung des Marktpotenzials der Technologie, ihre Weiterentwicklung und ihre Anpassung an spezielle Anforderungen wird ein Elektronikgeräte-Hersteller gesucht.

Alain Blasius | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cri-sud-ouest.net

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