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Höherer Wirkungsgrad durch Siemens-Gasturbine

14.09.2001


Für den Umbau des Kohle- und Ölkraftwerks Vilvoorde, Belgien, zu einer Gas-und-Dampfturbinen (GUD)-Anlage hat der Siemens-Bereich Power Generation (PG) den kompletten Gasturbosatz geliefert. Durch diese Modernisierungsmaßnahme erhöht sich die Gesamtleistung der jetzt mit Erdgas befeuerten Anlage in der Nähe von Brüssel von 135 auf rund 386 Megawatt. Das Repowering-Konzept steigert aber nicht nur die elektrische Leistung von Vilvoorde, sondern auch den Wirkungsgrad, und zwar von bisher 38 auf etwa 56 Prozent. Betrieben wird Vilvoorde von dem belgischen Stromversorger Electrabel. Für Planung und Abwicklung des Kraftwerksprojekts war Tractebel Energy Engineering, Brüssel, zuständig.

In Vilvoorde ersetzt ein neuer Abhitzekessel, der mit den rund 580° C heißen Abgasen der Gasturbine beheizt wird, den alten Kohle-Dampfkessel. In dem neuen Kessel wird jetzt der Dampf für die vorhandene Dampfturbine erzeugt. Neben der Gasturbine vom Typ V94.3A lieferte Siemens PG auch den zugehörigen Generator. Gesteuert wird die Gesamtanlage durch die bewährte Leittechnik Teleperm XP. Seitens des Betreibers war ein wesentliches Entscheidungskriterium für die Siemens-Lösung, dass Vilvoorde auch zur Stützung der Netzfrequenz eingesetzt werden kann. In diesem Fall ist es möglich, die Leistung der Gasturbine mit einem Gradienten von 44 Megawatt pro Minute hoch oder runter zu fahren. Darüber hinaus kann die Anlage, zum Beispiel bei einer Störung im Netz, ohne Probleme von Volllast auf Eigenbedarf (Lastabwurf) umschalten. Dabei bleibt die Gasturbine aber in Betrieb und kann nach Behebung der Störung sofort wieder Strom in das Versorgungsnetz einspeisen.

Peter Pauls | NewsDesk

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