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Mikroelektronik treibt die Automobiltechnik an

13.09.2005


Deutschland führender Standort / 363 offene Stellen für Elektroingenieure in der Automobilbranche



Deutschland ist in der Mikroelektronik einer der innovativsten Standorte, so der VDE-Innovationsmonitor 2005. Bereits jeder elfte Chip stammt wertmäßig aus europäischer Fertigung. Mehr als jeder zweite Halbleiter aus Europa trägt das Label "Made in Germany". Großen Anteil daran hat der Bereich Fahrzeugentwicklung mit seinen Produktions- und Forschungszentren. Europa ist weltweit auch der zweitgrößte Mikroelektronik-Verbraucher. So ist die Automobilbranche zu einem der wichtigsten Märkte für die Mikroelektronik geworden. Nach einer Prognose des VDE wird bis 2010 der Anteil der Elektronik an der Wertschöpfung eines Autos von heute 25 auf dann 40 Prozent steigen. Insbesondere den Nachwuchs dürfte diese Entwicklung freuen. Das aktuelle VDE-Jobbarometer meldet 363 vakante Stellenangebote für Elektroingenieure in der Automobilbranche.



Elektronik ersetzt in den Fahrzeugen immer mehr Mechanik. Fahrwerk und Motor werden mittlerweile fast ausschließlich von Chips gesteuert. Sensoren analysieren kontinuierlich Geschwindigkeit, Beschleunigungen, Drehzahlen, Vibrationen, Drücke, Temperaturen oder Abgaszusammensetzung und liefern präzise Daten für die elektronische Steuerung. Moderne Mikroelektronik und -technik erhöht - beispielsweise mit elektronischer Einparkhilfe und Navigationssystem - den Komfort. Aber vor allem machen Mikroprozessoren das Autofahren mit Antiblockiersystem, elektronischem Stabilitätsprogramm und Abstandsradar sicherer. Chips verhindern, dass das Auto bei Nässe oder hoher Geschwindigkeit ins Schleudern gerät, und elektronisch gesteuerte Scheinwerfer leuchten Kurven optimal aus.

Unter dem Motto "Automobilelektronik - Forschungstrends 2010" veranstaltet der VDE gemeinsam mit dem BMBF zum Auftakt der IAA 2005 ein Expertenforum in Frankfurt. Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren am 15. September in Frankfurt die Forschungstrends in der Automobilelektronik.

Ursula Gluske-Tibud | idw
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

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